Den Bagger zum Beispiel. Der war sicher teuer. Aber Olivia sagte zu ihm: „Wenn Du ihn willst, dann bekommst Du ihn auch!“ Livia versuchte Leon und Clara gleich zu behandeln. Und auch seine Schwester war nicht mehr so traurig. Sie gingen zusammen in den Zoo. Und in einen Freizeitpark! Er durfte Zugfahren und es gab Popcorn. Dann kam der Tag, an dem Martin ihn und seine Schwester abholte aus diesem Heim. Dass er nicht gleich ein eigenes Zimmer bekam, war Leon dabei nicht so wichtig.
Clara hatte einen Stein ausgesucht. Für das Grab. Angeblich würde seine Mama dort liegen. Da waren ein paar Blumen und so ein kleiner Busch. Da gingen sie öfter mal zum Gießen hin. Aber Mama war da nirgends.
Seine neuen Eltern waren toll! Je länger er sie kannte, umso wohler fühlte er sich. Martin hatte eine Riesenfirma. Dort arbeitete auch Pat. Ja, die mochte er gleich! Und er war sich sicher, dass sie ihn auch mochte! Und seine neue Mama, die steuerte Flugzeuge. Richtig große! Mehrmals war er mit Martin und seiner Schwester auf dem Aussichtshügel am Flughafen, wo man die Flieger beobachten konnte. Und sein Daddy, endlich hatte er auch einen Vater, zeigte ihm immer genau den Flieger, in dem Livia saß.
Dann war da noch Daniela. Aber alle sagen immer nur Ela. Sie hat immer zu ihm geholfen, egal was er auch ausgefressen hatte. Sie motivierte ihn und fragte, ob er schwimmen lernen wollte. Klar wollte er! Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt.
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Überall wo sich etwas tut, ist Leon ganz vorn mit dabei. Der Poolbau war für den Jungen das Größte! Bagger, Lastwagen, es wurde betoniert und Leitungen verlegt. Viele Arbeiter und alle waren freundlich zu ihm! Sie luden ihn ein, zum Brotzeitmachen, schaufeln, mit anpacken oder zum Mitfahren! Im Garten rund um die Villa gibt es bestimmt keine Ecke, die Leon nicht kennt. Die Erzählungen seiner Schwester von ihrer leiblichen Mutter tat der Junge zumeist mit einem Schulterzucken ab.
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