Zurück zum Zug

Nach dem großen Sterben – Die Bruderschaft

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Reinhard Baer

Die Entscheidung, es ohne Kris zu tun, nahm mir bald die Sicht auf die Dinge, wie sich herausstellte. Nachdem wir lange einfach nur dagelegen und die gegenseitige Wärme und Nähe genossen hatten, wurde sie munter. „In Provo, damals, das ist ja noch mal gutgegangen – nicht, dass ich noch Jungfrau war; das Kapitel hatte ich schon mit Benny Miller an der Franklin-Highschool auf dem Rücksitz seines Chevys abgehakt, aber das hätte eine Vergewaltigung durch den Alten oder Lukas oder wen auch immer nicht besser gemacht … Seitdem such ich mir meine Männer selbst aus.“ „Deine Männer? Darf ich … ach lass nur …“ „Ob du fragen darfst? Mach nur, ist kein Geheimnis. Männer ist auch ein bisschen übertrieben, es war nur einer: Jeremy, Kundschafter auf dem Zug. Wir waren ungefähr ein halbes Jahr zusammen, bevor er von einem Auftrag nicht zurückkam …“

Ich schwieg betroffen, wusste nicht, was ich sagen sollte. Kris spürte das wohl: „Musst nichts sagen. Ist auch schon wieder zwei Jahre her und ich bin drüber weg. Du bist jetzt der Mann in meinem Leben.“ Damit griff sie mir beherzt in die Unterhose, wo sich sofort etwas regte.

Der Mann in ihrem Leben … Erneut spürte ich einen Stich durch mein Herz. Wenn ich das doch auch sagen könnte. Ja, ich war vernarrt in sie, vielleicht auch verliebt, aber da war Linda … und dennoch hatte ich keine Willenskraft, die Situation aufzulösen.

Ganz behutsam begann ich damit, Kris' Körper zu erkunden, so als ob ich das noch nie gemacht hätte. Ich begann bei den Zehen und arbeitete mich Richtung Oberschenkel hoch. Ich küsste sie an allen möglichen und unmöglichen Stellen dabei und kommentierte das übertrieben albern: „Mmmmh, kleine geile Zehen … mmmh, was für schöne Knie … schon mindestens 14 Std. nichts Schöneres gehabt …“, so die Richtung.

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