Zwei Schwestern und ein potenter Mann

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Zwei Schwestern und ein potenter Mann

Zwei Schwestern und ein potenter Mann

Beatrice Unger

Im Vorbeigehen raunte sie: „Kommst du dann noch ein bisschen zu mir? Schnattern wir im Bett noch ein wenig?“ Ich hörte es mit gemischten Gefühlen. Ich kannte es zwar, dass wir zwei Schwestern gemeinsam in einem Bett schliefen und uns unter der Bettdecke Geschichten erzählten und das eine oder andere heiße Intermezzo hatten, doch dass hier war etwas völlig anderes, es war neu für mich. Noch unsicherer wurde ich, als ich später in der Wanne lag und Sven einfach ins Bad kam, um sich die Zähne zu putzen. Er stand Sekunden sprachlos vor der Wanne und bewunderte alles, was sich da unter Wasser so verführerisch abzeichnete. Zu allem Überfluss ließ er mich auch noch sehen, wie sich seine kurze Schlafanzughose übermäßig aufspannte. Er lächelte mich an, strich mir über die Schulter und ging wieder hinaus. Sein Auftritt hatte mich irritiert, doch gleichzeitig hatte es mich angemacht, wie er mich ansah und dass es ihn erregte, mich nackt zu sehen. Er war ein schöner Mann und ich ertappte mich bei dem Gedanken an jenen Abend bei der Hochzeit, als er mit seiner Hand in mein Höschen geglitten war und dort für Furore gesorgt hatte. Als ich aus der Badewanne stieg, war mein Körper gerötet und der Dampf des warmen Wassers umgab ihn. Ich spürte eine süße, wohlige Schwere in mir und beschloss Gabi schließlich den Gefallen zu tun und huschte zu ihr unter die Decke. Im Gegensatz zu ihr hatte ich mein Nachthemd übergezogen. Ich wurde dann gar nicht fertig, dass Gabi einfach zur Seite rutschte, als Sven kam. Ich war durch dieses Manöver in die Mitte geraten. Ich hatte ja nicht ahnen können, dass ich mich an die Seite gelegt hatte, wo er schlief. Ein Weilchen schnatterten wir wirklich noch. Dann gähnte Gabi und entschied, dass man sich am anderen Tag noch viel erzählen könnte. Sie löschte das Licht. Mir war wahnsinnig unwohl. Beinah starr lag ich zwischen den beiden.

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Gedichte auf den Leib geschrieben