Zweite Geschichte … die, in der ich Sebastian kennenlerne

Svenjas Tagebücher

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Zweite Geschichte … die, in der ich Sebastian kennenlerne

Zweite Geschichte … die, in der ich Sebastian kennenlerne

Svenja Ansbach

„Oh …. ist ... mir … mir … dass peinlich,“ stotterte er und ließ sich neben mich fallen. „Weist Du, ich bin seit 12 Jahren mit demselben Mädel zusammen, hatte nie eine andere zwischendurch. Und jetzt liegst du hier, süß, toller Body, geile Brüste … sorry, das war zu viel für mich.“

Ich tröstete ihn. „Macht doch nichts, wir können ja gleich noch mal…“ – aber da war er schon aufgesprungen.

„Scheiße, was mache ich hier eigentlich? Sorry, … ich will … das gar nicht.“ Zog sich an, dabei ständig Entschuldigungen murmelnd, drückte mir ein Kuss auf die Stirn und verließ panisch den Raum.

Geht’s noch? Ich lag da, das zweite Mal in drei Tagen in meiner Nässe und fing an, an mir zu zweifeln. War was mit meinem Karma? Hatte ich nässenden Ausschlag? Oder was stimmte nicht mit mir?

Vielleicht war das der entscheidende Punkt! Der Punkt, den die Segler ‚Klar zur Wende‘ nennen. Vielleicht fehlte mir doch eine verlässliche Konstante im Leben. Ich habe das an diesem Abend sicher nicht so klar und dezidiert gedacht, war viel zu sehr aufgewühlt von der Misere, aber unterbewusst hat mein Geist bestimmt in dieser Richtung gearbeitet.

Ich war so durch mit Fleischeslüsten in dieser Nacht, dass ich mich nicht mehr mit der Hitze zwischen meinen Schenkeln beschäftigt habe. Ich hatte im Laufe der letzten knapp zwanzig Jahre eine erhebliche Fingerfertigkeit entwickelt und hätte mich zügig in Nirwana fingern können. Insbesondere in einzelnen Phasen des Medizinstudiums, in dem ich ja immer chronisch klamm war, entwickelte ich das zur Perfektion. In manchen Wochen hatte ich weder das Geld um in einer Bar jemanden aufzureißen noch die Zeit mir einen Besorger klar zu machen. Und damals habe ich eine erhebliche Fingerfertigkeit dabei entwickelt meine Maus nach allen Regeln der Kunst zu polieren, natürlich nur zum Stressabbau.

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Der Name Sebastian passt gut, finde ich. Ein aufmerksamer Gentleman, aber er entspricht den Urlaubsanforderungen nicht. Ich frage mich, wie diese Zurückhaltung bei den meisten Frauen ankommt. Ob ihm das als Schwäche ausgelegt wird? In dem Fall weckt es eher Neugierde.

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