Alle seine Schiffe verfügten nun über ein solches Geschütz im Bug. Er versicherte mir, dass diese Waffe mindestens zehn Seesoldaten ersetzen konnte. Man brauche nur noch eine eingespielte Bedinungsmannschaft und einen guten Ballistiker.
„Seit wir brennende Kugeln verschleudern, haben wir nicht ein einziges Schiff mehr durch Piratenhand verloren. Wenn ihr Deck erst einmal in Flammen steht, sind sie mit dem Löschen derart beschäftigt, dass sie vor lauter Betriebsamkeit glatt das Entern vergessen,“ ...lachte er
„Seeräuber kommen jetzt nicht einmal mehr auf Bogenschussweite an uns heran. Inzwischen verdiene ich sogar ein beträchtliches Geleitgeld. Mancher Kapitän bietet ein ordentliches Sümmchen dafür, in unserem Kielwasser fahren zu dürfen.“
Dann zeigte mir Kalapos die Kajüte.
„Mit einer hübschen Passagierin ließe sich hier mancher Sturm überstehen“, lachte ich.
„Dann musst du aber auch dem Kapitän und der Mannschaft ein Weib zugestehen. Sonst haben sie dich schneller über Bord geworfen, als du deinen Riemen aus der Hose hast... Und wo bliebe dann noch Platz für die Fracht?“...
Nach der Besichtigung zog es uns in den tiefsten Bierkeller Ägyptens. Auch wenn das Getränk herrlich kühl war, haben wir unsere Wiedersehensfeier natürlich herzhaft übertrieben.
...Der Schädel am nächsten Morgen war jedenfalls unbeschreiblich...
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...„So mein Kind, lass uns das Diktat für heute beenden. Es wird höchste Zeit für dich. Sonst verpasst du noch deine Körpermalstunde“, ...gähnte Melanos verständnisvoll.
...Es war ihm natürlich nicht entgangen, dass Nira schon seit Stunden nervös die Beine aneinander rieb. Sie war halt spitz und wollte sich auch mal verwöhnen lassen. Sollte sie nur. Der Advokat musste auch jeden Augenblick eintreffen.
„Lass dir nur Zeit, meine Kleine“, ...rief der Gönner ihr noch hinterher.
Das Mädchen sollte schließlich nicht erfahren, dass er schon ans sterben dachte.
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