...Am nächsten Morgen fühlte sich Melanos seltsam leicht. Er genoß geradezu ein Hochgefühl. Denn er hatte sein Haus bestellt.
Auch Nira besaß heute so eine besonders frauliche Anmut. Ein deutlicher Beweis dafür, dass sie in der vergangenen Nacht sehr glücklich war.
Melanos schalt sie natürlich nicht dafür, dass sie sich erst spät nach Mitternacht ins Haus geschlichen hatte. Faktisch war sie jetzt die Hausherrin, und er nur noch ein Pflegegast. Doch er wollte sie erst am Abend mit diesem Geschenk überraschen.
Zuvor sollte sie noch seine Abenteuer aus den kalten Landen zu Papier bringen.
Doch die süßen Nachwehen der Liebesnacht ließen sie oft abwesend träumen. Häufig mußte sich Melanos wiederholen. Doch sah er ihr das großmütig nach. Obwohl sie heut ein langes, hoch geschlossenes Kleid trug, erschien sie ihm in ihrer Verliebtheit schöner denn je. Einzig ihren Vollendet bemalten Rücken durfte der alte Herr heute bewundern. Doch auch ein schöner Rücken, kann ja bekanntlich entzücken...
...Aus der Kerbe ihres süßen Arsches, schlängelten sich blühende Ranken übers Rückrad herauf, und woben sich schließlich, kunstvoll verästelt, über die zierlichen Schultern der Hausschreiberin.
Beinahe beneidete Melanos den jungen Schustersohn um seine Jugend. Denn sie gab ihm die Kraft, dieses wunderschöne Rehlein in den siebten Himmel zu ficken. Woher sollte er auch wissen, dass seine Schwester ebenso in Niras Spiel mitmischte? Doch diese Vorstellung hätte ihn sicher noch mehr entzückt.
Sich genüßlich zurücklehnend, begann der greise Melanos, mit verjüngendem Blick auf Niras hypnotisch geschmückten Rücken, erneut das Diktat...
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...Beim besten Bier Ägyptens, weihte mich Kalapos also in die hohe Kunst des Fernhandels ein. Drei Tage später ging ich an Bord meines eigenen Schiffes, um in die Heimat aus-zulaufen. Wir hatten einzig ägyptischen Papyros geladen.
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