Sein erotischer Blick, konnte in diesem Alter nur noch rein platonisch sein…
Jedenfalls lag es ihm am Herzen, sie gut versorgt zu sehen. Wenn er jetzt stürbe, wäre sie selbst Teil der Erbmasse; was einer Katastrophe gleich kam...
Er musste das Mädchen als Sklavin freilassen, und im zweiten Zug gleich adoptieren. Nur auf diesem Wege konnte er sie als Haupterbin einsetzen. Die übrigen Hauskräfte waren ebenfalls frei zu lassen und mit einer anständigen Rente zu bedenken. Wie es sich eben für getreue Diener gehörte.
Zufrieden mit seinem Plan, ging der alte Mann schließlich zu Bett.
...Am nächsten Morgen war Nira erstaunlich früh zum Diktat bereit. Vor Aufregung konnte sie kaum schlafen. Einerseits freute sie sich auf das nachmittägliche Schäferstündchen. Andererseits konnte sie den Fortgang der Geschichten aber auch nicht mehr erwarten. Denn gab es schließlich ein besseres Aphrodisiakum, als eine heiß angeregte Phantasie?...
Nach einem guten Frühstück fuhr Melanos also bereitwillig in seinen Erinnerungen fort...
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...Auf dem Rücken meines Rappen gelangte ich also gerade noch pünktlich in Alexandria an, um unseren einstigen „Schiffsjungen“ zu verabschieden. Zwei Tage vor meinem Eintreffen hatte ich, während ich in einem kleinen Dorf die letzte Rast einlegte, einen Booten voraus gesandt.
Achte-Tsche-Ba erwartete mich schon in Evnets Empfangszimmer. Die Goldbraune war noch deutlich hübscher geworden, als damals beim Abschied. Erst auf den zweiten Blick erkannte ich das Kugelbäuchlein unter ihrem weiten Gewandt.
„Kalapos wird auch bald erscheinen“, ...versicherte sie mir nach einer langen, herzlichen Umarmung.
„Bald werde ich heiraten und in meine Heimat zurück kehren“, ...berichtete sie stolz.
„Ich habe bei Evnet ein kleines Vermögen verdient und den Mann meines Lebens gefunden. Er stammt aus vom Indus, genau wie ich.
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