Mit Ausnahme ihres Bikinis, den sie im Wellness- und Badebereich ihres 5-Sterne-Hotels zu tragen gedachte. Es gab Klammen und Schluchten, Berggipfel und Sommerrodelbahnen, Seilbahnen und Mountainbike-Routen. Mit ihren hellen High Heels von Tom Ford, den dunklen Strümpfen von Wolford und dem Kostüm von Alexander McQueen war sie perfekt für Führungsetagen gedresst, aber völlig ungeeignet für die Berge.
Bridget wollte das Smartphone schon beiseitelegen, da fiel ihr ein Eintrag auf. FKK im Gebirge? Bridgets Neugierde war geweckt. Einige Minuten später hatte sie einen Entschluss gefasst. Sie würde ins Hotel fahren, sich um Handtücher und ihren Bikini kümmern und dann in dieses abseits gelegene Seitental fahren, in dem es offenbar geduldet wurde, wenn man sich am Ufer eines kleinen Flusses nackt in die Sonne legte. „Perfekt!“, dachte die gutgelaunte Blondine. Sich an diesem warmen Junitag in die Sonne zu legen war ganz nach ihrem Geschmack. Außerdem war es die einzige Aktivität, die sich mit dem, was sie in ihrem Reisegepäck mitgebracht hatte, bewerkstelligen ließ!
Nachdem sich Bridget in einem Supermarkt einen kleinen Proviant besorgt, im Hotel die Garderobe gewechselt und Handtuch und Bikini eingepackt hatte, ging es in zügiger Fahrt los. Das Verdeck war offen, die Luft war fantastisch und die Aussicht auf ein Sonnenbad in einer wildromantischen Gebirgs-Location ließen Bridget jubilieren.
Nachdem Bridget das Auto abgestellt und einen kleinen Pfad durch einen lichten Wald hinter sich gebracht hatte, machte sie es sich am Ufer des Flusses auf einer glatten Steinplatte bequem. Bridget legte mehrere Saunatücher übereinander, um nicht allzu hart zu liegen. Ein kleines, zusammengerolltes Handtuch diente als Kopfpolster und schon lag Bridget in ihrem Bikini in der Sonne. Das Wasser rauschte, die Vögel zwitscherten und weit und breit war keine Menschenseele an diesem Donnerstag-Vormittag zu sehen.
Zwischen den Fronten
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Fast wie im richtigen Leben
schreibt OERiess