Aber in meinen vier Wänden verbitte ich mir das und das weiß sie sehr genau.
„An Covid. Sie hatte einen schweren Verlauf und hat den Kampf dagegen schon nach wenigen Tagen verloren.“
„Ach du Scheiße. Gut, dass von uns noch keiner den Mist hatte.“
„Dann sei auch vorsichtig und halte dich an die Regeln, dass du ihn nicht bekommst.“
Nadine verdreht die Augen nach der Ansage. Natürlich ist sie altklug und weiß alles besser. „Was du immer hast.“, murmelt sie sichtlich genervt beim Rausgehen.
Ich mag es nicht, wenn sie sich so gibt, aber sie ist meine Tochter und ich liebe sie wie meinen Augapfel. Obwohl, ihre Regel hat sie mit zwölf bekommen und als dann noch ihre Brüste eine, aus ihrer Sichtweise, brauchbare Größe bekommen hatten, um den Jungs reihenweise den Kopf zu verdrehen, ist sie manchmal unausstehlich geworden.
Nadine und ich kommen trotz ihrer gespielten Rebellion prima miteinander aus. Oft ist es, als wäre ich ihre große Schwester. Sie vertraut mir alles an. Geheimnisse gibt es kaum zwischen uns. Selbst ihre Erlebnisse mit den Jungs erzählt sie, wobei die bisher über ein wenig fummeln kaum hinaus gingen.
Meine Wohnung hat seit langem kein Mann mehr privat betreten. Weder Freunde von Nadine, die sie für einen gemütlichen DVD-Abend eingeladen hatte, noch von mir, die ich ja auch so meine Bedürfnisse habe.
Sex ist in diesem Frauenhaushalt so selten, wie langanhaltender Platzregen in der Sahara. Leon Stolberg allerdings hätte genug Potential, um den staubigen Keller in meinem Slip mal wieder ordentlich durchzufegen.
Nadine kommt nach dem Abendbrot zum Kuscheln auf die Couch. Sie schmiegt sich an mich und schnurrt wie eine Katze, als ich ihr mit meinen Fingern durch die Haare fahre. Es ist einer der wenigen Abende, die sie mir
Gesellschaft leistet. „Magst du ihn?“, fragt sie mich geradeheraus. Aus der Frage erkenne ich ihre jugendliche Unbeschwertheit heraus.
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