Zwischen Tod und Auferstehung - Teil I

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil I

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil I

Gero Hard

Ein letzter Schrei, erlösend und mit bebender Stimme, dazu ein Name, der mich hellhörig werden lässt.

‚Leon‘ …

Leon? Doch nicht dieser Leon Stolberg? Also doch! Sie war also nur halb ehrlich zu mir, als sie sagte, dass sie nur sein Anblick von der Rolle gebracht hätten. Da musste noch mehr sein, sonst würde sie nicht so laut ihren Abgang hinausschreien. Meine liebe Mutter, darüber sollten wir reden.

Ich liege bäuchlings auf dem Bett und der geile Sound aus meinem Kopfhörer schafft es nicht, mir das Dauergrinsen aus dem Gesicht zu glätten. Meine Mutter ist verliebt und weiß Gott, sie hat es mehr als verdient, wieder glücklich zu sein. Kaum etwas, was ich ihr mehr wünschen würde.

Instagram und Co. bieten auch nicht viel Neues. Fast gelangweilt wische ich durch die kleinen Spots, bis mich ein vorsichtiges Kitzeln unter der Fußsohle aus meinen Gedanken reißt und sich die Bettmatratze neben mir eindrückt.

„Nadine, was hast du mitbekommen?“

„Alles Mama, dein Kopfkino muss erste Güte gewesen sein. Aber weißt du, es macht mir nichts aus. Ich tue es auch fast jeden Abend. Ich brauche das Kribbeln in meiner Muschel und die Orgasmen. Aber so wie du vorhin, bin ich noch nie gekommen. Vor allem habe ich dabei noch nie einen Männernamen rausgeschrien.“

„Ich habe … was, hab ich? Doch nicht etwa …?“

„Doch Mama, hast du. Und ich kann dich verstehen. Er ist schon ein Schmuckstück, dieser Leon Stolberg. Auch wenn er wie Papa aussieht, ist er doch ein ganz anderer Mensch als er.“

„Nadine, er hat mir den Kopf verdreht. Ständig habe ich sein Bild vor Augen. Er geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf, verstehst du? Heute Nachmittag habe ich die Behandlung beendet und er ist einfach so gegangen. Dabei wollte ich ihm noch so viel erzählen. Es ist schade, ich hätte ihn gern näher kennengelernt.“

„Du hast doch eine Krankenakte, also eine Adresse und eine Telefonnummer. Worauf wartest du also?

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