Zwischen Tod und Auferstehung - Teil I

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil I

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil I

Gero Hard

Gut möglich, dass es am Kissen lag, dass ich an mich gedrückt hatte. Und doch war ich früh wach.

Nichts hielt mich im Bett. Kein Kuss, keine Hand, die liebevoll meine Morgenlatte streichelte, keine Frau, die sich süß an mich gekuschelt hätte. Apropos Morgenlatte, ich hatte lange keine mehr und auch sonst keine Erektion. Dabei hatte ich mit Tina oft einfach nur so einen Ständer. Manchmal schon, weil sie halbnackt vor mir herumlief oder im Vorbeigehen mit einer Hand über die Beule in meiner Hose strich. Wie oft hatte ich das Gefühl, meine Eier würden platzen, so prall und hart waren sie, wenn wir ein paar Tage keinen Sex hatten. Aber seit dem Verlust meiner Frau ist da unten im wahrsten Sinne des Wortes ‚tote Hose‘.

Den Verlust meiner Lust stellte ich schnell fest. Auch, dass alle meine geheimen Tricks nichts daran ändern konnten.

Natürlich gab und gibt es Tage, da versuche ich mich selbst zu befriedigen. Sehe mir Pornofilmchen an, oder die Reinigung der Extremitäten unter der Dusche fällt etwas intensiver aus. Aber jede Bemühung mir einen Steifen zu verschaffen, blieb bisher erfolglos.

Lange suchte ich in zahllosen, schlaflosen Nächten nach Erklärungen für mein Versagen. Mit einem Arzt hatte ich noch nicht darüber gesprochen, weil es mir bisher nicht wichtig genug war. Also konnte ich es nicht logisch erklären.

Es war nur mit Übersinnlichem zu erklären. Vielleicht Voodoo, oder ein Fluch. Konnte es sein, dass Tina nicht möchte, dass ich meinen Schwanz in eine andere Muschi stecke? Möchte sie mich damit strafen, weil ich mich nicht um sie kümmern konnte, als es ihr schlecht ging und im Sterben lag? Ist es ihre Art mir klar zu machen, dass ich besser keine neue Beziehung eingehen darf und mich deshalb mit erektiler Dysfunktion belegt hat?

Irgendwann gab ich auf und fand mich damit ab, was aber nicht bedeutete, dass ich es nicht trotzdem ab und zu versuchte.

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