Gute 5 Monate kein steifer Penis, kein Samenerguss … hätte man mir das vor einem halben Jahr vorausgesagt, ich hätte lauthals losgelacht und demjenigen einen Vogel gezeigt.
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„Du musst dir was einfallen lassen, mein Bester.“ Gero und ich sitzen in der Mittagspause und plaudern.
„Ich weiß nicht. Ich würde sie ja gern wiedersehen. Aber was, wenn wir uns näher kommen. Wie stehe ich denn da, wenn sich bei mir nichts rührt.“
„Bis dahin ist es ja noch Zeit. Erstmal musst du sie wiedersehen. Das willst du doch oder?“
„Auf jeden Fall! Ich mag sie, Gero. Und es kribbelt im Bauch, wenn ich sie sehe. Ich träume sogar von ihr.“
„Alter, dich hat es erwischt, ist dir das klar?“
„Ach Blödsinn, ich bin doch nicht in sie verliebt.“
„Aber sowas von, glaub mir. Dir fällt ja sogar der Kugelschreiber aus der Hand, ohne dass du es merkst, wenn du an sie denkst. Wir brauchen eine Strategie. Dir kann geholfen werden, du musst dich nur öffnen. Sei mal wieder du selbst, der Leon, den ich kenne. Du warst doch sonst nicht so zurückhaltend.“
„Früher hatte ich auch kein Problem damit, einen Steifen zu kriegen.“
„Das liegt an dem Schock, den du bekommen hast. Das mit Tina ist ja auch noch frisch und hätte mich an deiner Stelle auch umgehauen. Ruf sie an, na los.“
„Und was soll ich ihr sagen?“
„Sag ihr, du brauchst eine Begleitung für den Friedhof, weil es dir dann immer so schlecht geht.“
„Und du denkst, das macht sie?“
„Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert. Ich weiß, dass Psychologen sowas machen und sie hat es dir ja auch angeboten sie anzurufen, wenn irgendetwas ist. Du kannst nur gewinnen.“
„Wenn du meinst. Ich versuch’s heute Abend mal.“ In Gedanken mache ich mir Notizen dazu, was ich ihr sagen will,
suche nach passenden Worten und mir etwas Mut einzureden. Ein Whisky auf Eis wird mir nachher noch etwas die Aufregung nehmen.
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„Hi Nadine, ist deine Mama da?“
„Nein, leider nicht, ist einkaufen gefahren.“
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