Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Gero Hard

Ganz lieben Dank für deine Hilfe. Bist schwer in Ordnung. Dicke Umarmung.“, leuchtet Leon’s Antwort nur Sekunden später auf.

Leon: Mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht bin ich eingeschlafen. Das Gespräch mit Gero in der Firma, dann die Zusage von Freya und, dass sie mir das ‚Du‘ angeboten hat, dann nicht zuletzt die Info von Nadine, dass sich ihre Mutter in mich verliebt hat. Solch einen Tag, vollgestopft mit guten Momenten, hatte ich lange nicht.

Der Tag verging schleppend. Eine langweilige Telefonkonferenz nach der anderen, öde Gespräche mit Kollegen und dann hatte ich noch die neue Auszubildende an der Backe. Ein süßes Ding, aber leider mit Sabbelwasser getränkt. Irre, wie kann ein einzelner Mensch nur so viele Fragen stellen?

Fast im Minutentakt hatte ich auf die große Uhr über der Tür zu meinem Büro gesehen und habe sie verflucht, weil sie ausgerechnet heut so langsam voranging. Bestimmt machte sie das extra. Sie spürte, dass heute etwas Besonderes in der

Luft liegt.

Wie ein hungriger Tiger schleiche ich um mein Auto. Auf der Herrentoilette hatte ich sorgsam geprüft, dass die Haare perfekt liegen und vorsorglich noch ein paar Spritzer Armani Code hinter die Ohren aufgetragen. In jedem Auto, das auf den Parkplatz fuhr, hoffte ich sie zu erkennen. Nichts. Mittlerweile zeigte der Zeiger auf viertel nach fünf und von Freya keine Spur.

Dann endlich, kommt sie zu Fuß um die Ecke. Schon von Weitem sehe ich sie humpeln, so als wenn ihre Beine unterschiedlich lang wären. Ihr Gesicht zieren dicke schwarze Schlieren. Ich laufe ihr entgegen, sehe schnell, dass ihre Strumpfhose zerrissen und eines ihrer Knie blutig aufgeschrammt ist. Sieht schlimm aus, was ich sehe. Ich stütze sie. Dankbar nimmt sie meine Hilfe an.

„Hab mich voll aufs Maul geschmissen.“, sagt sie ärgerlich, „der blöde Absatz ist abgebrochen.“, versucht sie ihre

Verspätung zu entschuldigen. Jetzt sehe ich es.

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