Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Gero Hard

„Ich kauf dir neue.“, sagt er. Mein ungläubiger Blick muss ihn zu dem Satz veranlasst haben. Er schiebt mir vorsichtig, ja fast zärtlich, den flachen Schuh auf meinen Fuß. Wie unglaublich sanft er das macht.

Seine Arme umfassen meine Hüfte. Wenn ich jetzt nicht aufpasse, werde ich ihn küssen müssen. Gott, wie sehr sehne ich mich nach seinen Lippen. Wenn er doch nur etwas fordernder wäre. Aber was rede ich, ich bringe es ja selbst nicht fertig. „Du riechst so gut.“ Ich muss es ihm einfach sagen. Wie von allein nehme ich seine Hand, die sich weich in meine legt. Was für ein Glücksgefühl.

Seine Autositze sind von der Sonne aufgeheizt. Das Leder ist rau und deshalb ganz angenehm auf der Haut. Wenn er jetzt nur nicht so dicht vor mir knien würde. Eine Hitzewelle nach der anderen jagt durch meinen Körper. Eigentlich ein völlig unpassender Moment, aber ich werde langsam feucht. Ich spüre es deutlich, wie sich meine inneren Schleimhäute für ihn bereit machen. Er hockt vor mir, warum nehme ich mir nicht einfach, was ich möchte, was ich brauche? Warum traue ich mich nicht? Seine Zärtlichkeiten und Berührungen, wie sehr sehne ich mich danach, vermisse den süßen Schmerz, wenn ein harter Schwanz das erste Mal erobernd-druckvoll in mich eindringt. Wie gern würde ich mich ihm hingeben, mich fallenlassen und seine Intimität genießen. Und nur von ihm, Leon.

Sicher, Gelegenheiten hätte es in den letzten Jahren genug gegeben. Mir sind ein paar schnuckelige Typen über den Weg gelaufen. Nicht wenige von ihnen hatten mich mehr oder weniger deutlich angeflirtet und mir klar gemacht, dass sie durchaus auch zu mehr bereit gewesen wären. Aber ich war es nicht ... bis jetzt.

Ganz vorsichtig tupfe ich mir das Blut von den Knien. Jetzt, wo sie sauber sind, sieht es gar nicht mehr schlimm aus und tut komischerweise auch gar nicht mehr so weh. Immer wieder sieht er zu mir hoch, direkt in meine Augen.

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