Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Gero Hard

Der Gedanke, an das schöne Gefühl, verblasst langsam unter dem seelischen Schmerz in meiner Brust.

Aber in den letzten zwei Wochen passierte etwas mit mir, nicht zuletzt ausgelöst von Nadine, die mir mit ihrer sonnigen

Art wieder auf den rechten Weg ins Leben geholfen hat. Vielleicht unbewusst, weil sie einfach ist, wie sie eben ist, locker und lebensfroh. Bei ihr hörte sich alles so leicht und selbstverständlich an. Sie hatte es einfach nicht nötig, sich zu verstellen. Warum auch, es hätte ihr keinen Vorteil verschafft.

Ihre abendlichen WhatsApp-Nachrichten mit wenigen Worten, waren wie Balsam für meine Seele, wenn ich in meinen Gedanken gefangen, völlig fertig von der Arbeit kam. Und ich glaube, auch sie zog einiges Positives aus unserer losen Schreiberei.

Längst hatte sie mich als einen Freund eingestuft, vielleicht sogar zu ihrem besten werden lassen. Väterlich gereift, in ihren Augen weise und um so viel klüger, als alle Jungs in ihrem Alter. Mit dem Prädikat „geeignet“ ausgezeichnet, um mir DIE Fragen zu stellen, die sie eben diesen Jungs nie stellen würde. Sie mochte mich, wie ich sie mochte. Wir brauchten uns auf einer ganz einfachen Ebene und es war schön, sie an meiner „Seite“ zu wissen.

Natürlich erkannte ich auch die versteckten Signale in Bezug auf ihre Mutter, bis sie dann irgendwann keinen Hehl mehr daraus machte und offen aussprach, dass sie mich gern als neuen Partner ihrer Mum hätte. Sie hatte ihre Wahl längst getroffen und wie sie zu berichten wusste, ging es Freya wohl sehr ähnlich. Ich mag Freya auch. Schon vom ersten Tag an. Wie souverän sie mit der Situation umgegangen ist, als ich ihr weinend um den Hals gefallen war. Gleichzeitig mitfühlend und warmherzig.

Mit der Zeit, bei den wenigen Begegnungen mit ihr, begann ich sie mit anderen Augen zu sehen. Die nötige Distanz war durch ihre Entscheidung, die Behandlung abzubrechen, verloren gegangen.

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