Und trotz der offensichtlichen, gegenseitigen Zuneigung brauchte es die kleinen Hinweise von Nadine um zu erkennen, was für eine tolle Frau wie durch ein Wunder in mein Leben getreten war.
Sie brachte mich durcheinander, verwirrte mich und die Bilder in meinem Kopf lenkten mich von der Arbeit ab. Sogar Gero schubste mich verbal in ihre Arme, bestärkte meinen Wunsch, sie näher kennenzulernen. Er kannte mich lange genug, um zu erkennen, was diese Frau mit ihrer bloßen Anwesenheit mit mir angestellt hatte und immer noch anstellte.
Ich wollte ja nichts lieber als das. Ich wollte sie in meine Arme nehmen und konnte mir sogar mehr mit ihr vorstellen.
Nur zu gern würde ich Nadine ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen und ein Teil dieses Clubs der einsamen Herzen werden. Wenn doch nur der verräterische Zwerg zwischen meinen Beinen nicht diese üblen Versagensängste schüren und mich so dermaßen hemmen würde.
Aber ich wußte auch, dass nur ich allein dieses Problem angehen konnte. Eine umfassende, in Teilen überaus peinliche Untersuchung bei Urologen ergab, dass es rein körperlich keine Probleme gab, die eine anhaltende Erektion verhinderten. Also war meine Psyche das Problem, wie sowohl Gero, als auch ich, vermuteten. Es bleibt also keine andere Möglichkeit, mich der Tatsache zu stellen, mich damit abzufinden und zu hoffen …
Die Begegnung und ihre aufrichtige Anteilnahme auf dem Friedhof, berührte mich und mein Herz. Ihre liebevollen Blicke, als ich sie nach ihrem Sturz stützte, versorgte und mich um sie bemühte. Ihr Lächeln und die Wärme ihrer Hände, die mir durch und durch gingen. Das Gebet, während sie ihre Hand auf meinem Rücken hatte. Die Hand … ihre Hand … es war, als würde eine fremde, übersinnliche Kraft in meinen Körper strömen. Ich fühlte mich so leicht. Mein Herz schlug so schnell, dass mir schwindelig wurde. Alles wirkte so vertraut, so, als müsste es genauso sein.
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