Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Gero Hard

In diesem Augenblick fasste ich den Entschluss, es zu versuchen. ‚Es‘ bedeutete, zu versuchen, sie für mich zu gewinnen. Wenn Nadine recht hatte, müsste ich bei Freya bereits offene Türen eintreten.

„Darf ich dich als Dank zum Essen einladen…?“ Die Frage kam wie von allein über meine Lippen. Ich war froh sie herausbekommen zu haben, ohne dabei in Ohnmacht gefallen zu sein. Das Funkeln ihrer Augen machte dies wohl möglich, weil es mich von der Aufregung des Augenblicks ablenkte.

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Minutenlang starre ich auf das Bild, dass Nadine mir geschickt hat. Wie schön sie ist, ihre Haare fallen seidenweich auf ihren Rücken, nur ein paar einzelne Strähnen legen sich vorne auf ihre Brust, umrahmen ihr feinen Gesicht. Das Kleid, wie auf ihren schlanken Leib geschneidert, eng genug um den sanften, gleichmäßigen Schwung ihrer Taille zu betonen und gleichzeitig weich fließend.

Meine Jeans und das Shirt, waren mit Aufleuchten des Bildes sofort unpassend geworden. ‚Danke Nadine‘, neben dieser Frau wäre ich völlig underdressed, fast deplatziert gewesen. Genug Zeit, ein anderes, viel passenderes Outfit zu wählen.

Sie strahlt über‘s ganze Gesicht, als sie aus der Haustür kommt. Die Sonne leuchtet sie von hinten an und erzeugt einen

goldenen Ring um ihre Haare. Eine Heilige ist sie nicht für mich, aber leichtfüßig wie ein Engel schwebt sie auf mich zu. Der Schwung ihrer Arme bewegt den Rocksaum, der glockenartig hin und her pendelt.

Sichtlich beeindruckt nimmt sie meine Hand, wird sogar ein wenig rot, als ich ihr den Handkuss aufhauche, wie ich es

vor ewigen Zeiten in der Tanzschule gelernt hatte, ohne direkten Kontakt der Lippen mit dem Handrücken.

Von da an lasse ich sie nicht mehr aus den Augen. Sehe, wie sie meinem Seitenblick ausweicht, erkenne den hochgeschobenen Rocksaum, den sie aber nicht wieder sittsam zurechtrückt. Ein gutes Zeichen, Nadine scheint recht zu haben.

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