Nicht aufdringlich, dicht an der kleinen Wölbung in meiner Hose, sondern genau mitten zwischen Knie und Geschlecht. Eigentlich ganz brav und doch hocherotisch.
„Willst du noch auf’n Kaffee mit hochkommen?“, ihre Frage ist nicht nur höfliche Konsequenz des Abends. Sie ist vielmehr eine ernst gemeinte Aufforderung, den Abend jetzt und hier nicht einfach so enden zu lassen.
„Gern ein anderes Mal, aber ich muss morgen wieder früh raus. So ein blödes Meeting, sonst wirklich gern.“ Fast tut es mir ein bisschen leid, für sie, für uns. Aber es ist auch die Flucht vor dem peinlichen Moment, sollte sie ‚mehr‘ wollen. ‚Mehr‘, eben das, was ich ihr nicht geben könnte.
„Krieg ich denn wenigstens noch einen Kuss?“
Das Auto bildet einen schützenden Käfig um uns. Es ist eng und unbequem. Die Mittelarmlehne drückt mir in die Rippen. Ihre Hände liegen auf meiner Brust und meine Arme umschlingen ihre Schultern. Unsere Lippen gehen zum x-ten Mal an diesem Abend diese chemische Verbindung ein. Mutig schiebe ich meine Zunge vorwärts, erbitte Einlass in ihren Mund. Nur ein ganz klein wenig öffnen sich ihre Zahnreihen. Gerade weit genug, damit sich unsere Zungen berühren können. Erschrocken über den Kontakt, ziehen wir sie für den Bruchteil einer Sekunde zurück.
Finden sich wieder, verknoten sich zu einem glühenden Klumpen überrumpelter Geschmacksnerven.
Alles an dieser Frau fühlt sich perfekt an. Nicht nur ihr Körper allein, der sich fest an mich schmiegt. Ihre Zahnreihen, glatt und gleichmäßig, ihre Haare, duftend weich und ihr Geschmack, einfach verführerisch.
„Spätestens nächsten Samstag bei mir zum Essen. 18 Uhr, legere Kleidung, keine Blumen und keine Widerrede!“
Ich möchte zusagen, sie gebührend mit den richtigen Worten verabschieden. Sie lächelt und drückt mir ihren Zeigefinger auf die Lippen. Dann steigt sie mit einem letzten Strich über meine Brust aus, sieht mich ein letztes Mal an und wirft dann die Tür mit einem leichten Schwung zu.
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