Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Gero Hard

Schmusen, küssen, streicheln, vielleicht blasen, ihn schmecken und dann möchte ich mich von ihm ficken lassen.

Anscheinend ist er noch nicht so weit. Ich gebe zu, mir zu schnell nehmen zu wollen, was ich möchte, ist eine meiner größten Schwächen. Besonders, wenn das Objekt der Begierde so ein Sahnestückchen wie mein Leon ist. Sollte jemand versuchen, mir meine Beute streitig zu machen, wird sie den erbitterten Kampf einer Löwin erleben. Diesen Mann werde ich mit allen mir zur Verfügung stehenden, gerechten und ungerechten Mitteln verteidigen, nicht zuletzt meiner Tochter zuliebe.

Der letzte Kuss des Abends, meine Hände auf seiner Brust. Ich spüre seinen schnellen Herzschlag, unsere Zungen finden und verbinden sich. Die nächste Stufe meines Glücks. In seinen Augen funkelt es feucht. Ihm zu sagen, wie sehr ich mich in ihn verliebt habe, liegt mir auf der Zunge. Es wäre zu früh, das fühle ich genau. Die Nässe in seinen Augen, die sich zu einer Träne formen und mein innerer Wunsch, ihm meine Liebe zu gestehen, treiben auch mir das Wasser in die Augen. Ich drehe mich von ihm weg, öffne die Autotür und steige aus. Ein paar schnelle Schritte bis zur Eingangstür.

Ich darf mich nicht umdrehen, sonst werde ich wieder schwach und will seine Lippen fühlen. Ich darf mich nicht

umdrehen, sonst muss ich mir anhören, was er mir noch sagen möchte. Der Kuss ist der schönste mögliche Abschluss des Abends und den möchte ich nicht unnötig kaputt machen.

Schnell drücke ich die Tür, gegen den Widerstand der automatischen Türschließung, ins Schloss. Das dicke Holz ist wie eine unüberwindbare Mauer für Leon und wiegt mich in Sicherheit. „Bitte verzeih mir Leon.“, denke ich. Ich brauche ein paar Minuten für mich allein. Keine Nadine, die mich mit Fragen quält oder mir vorwirft, wie dumm ich mich in dem Projekt „Leon“ anstelle.

Das Flurlicht geht aus. Die Dunkelheit macht mir keine Angst.

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