Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Gero Hard

30 Uhr noch habe. Sie sind schlagartig alle zur Nebensache geworden.

„Nadine, geh bitte nach vorne und verschiebe alle Termine, die heute nach halb 5 eingetragen sind.“

„Triffst du dich mit Leon?“

„Sei nicht so neugierig. Aber ja, er fährt mit mir Schuhe kaufen.“

Sie drückt mir einen Kuss auf die Wange und einen auf den Mund. „Den auf der Wange gibst du bitte an Leon weiter. Hab dich lieb, Mutti.“ 

„Er kommt übrigens Samstag zum Essen. Ich möchte, dass du dann auch da bist. Kannst du das bitte einrichten Nadine?“

„Das sagst du mir jetzt erst? Na klar bin ich da. Nichts auf der Welt könnte mich davon abhalten.“

Ihr Grinsen scheint dauerhaft geworden zu sein, wenn wir Leon erwähnen. Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich glauben, sie hätte sich auch in ihn verliebt. Auf jeden Fall ist er zu einer wichtigen Person in ihrem Leben geworden. Vielleicht sogar so wichtig wie ich, ihre Mutter, nur eben auf einer anderen Ebene. Sie dreht sich um und gibt die Tür für den Patienten frei, der nun in den Behandlungsbereich drängt.

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Bei der Klamottenauswahl hat mir Nadine wieder wertvolle Tipps gegeben. Für meinen Geschmack ist das Kleid ein

wenig zu kurz. „Wer nichts wagt, der nicht gewinnt.“, meinte Nadine altklug. Also gut, wo sie recht hat …

Es ist kurz vor 5, gefühlt sehe ich jede Minute mindestens einmal auf die Uhr. Dann endlich das erlösende Klingeln.

Im Laufschritt renne ich die Treppe runter. Fast wäre ich dabei ins Trudeln gekommen … nochmal Glück gehabt.

Ich reiße die Tür auf … verdammt geht die schwer.

Unmittelbar vor der Tür steht Leon, womit ich natürlich nicht gerechnet habe und laufe ihm deshalb direkt mit Schwung in die Arme. Er fängt mich auf und dreht sich mit mir im Kreis. Mein Kleid und meine Beine fliegen hoch. Wir lachen zusammen vergnügt auf. Dann stellt er mich wieder ab, nimmt mein Gesicht in seine Hände, streicht mir die wilden Haare aus dem Gesicht und küsst mich, dass mir fast schwarz vor Augen wird.

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