Ich habe nichts vorbereitet.“
„Das macht nichts. Können wir irgendwo zusammen reden? Wir drei? Und wenn ich dann soll, fahre ich sofort wieder. Wenn nicht, sehen wir weiter.“
Freya tritt einen Schritt zur Seite und lädt mich mit einer Handbewegung in ihr Wohnzimmer ein. Nadine, immer noch mit angefressener Mimik, folgt mir.
Ich darf mich auf die Couch setzen, Freya setzt sich auf einen Sessel und Nadine auf die Lehne des gleichen Sessels. Nadine legt noch ihren Arm um die Schulter ihrer Mutter um zu demonstrieren, dass die zwei Frauen zusammengehören und sich einig sind.
Nun sitze ich, wie auf einer Strafbank und vier Augen warten gespannt auf meinen Vortrag. Ich hatte gesagt, WIR wollten reden, von einem Monolog meinerseits war nicht die Rede. Nun gut, ich hatte mir die Suppe eingebrockt, nun musste ich sie auch auslöffeln.
„Ich muss mich bei euch entschuldigen. Bei euch beiden. Freya, bei dir besonders. Ich war im Schuhgeschäft und auch davor, wohl nicht bei Sinnen. Meine Reaktion war völlig unangebracht und falsch. Bitte verzeih mir!
Und du Nadine, hast dir eigentlich einen Orden dafür verdient, wie du dich um mich bemüht hast. Dafür danke ich dir von ganzem Herzen. Du bist mir ans Herz gewachsen und ich wäre sehr traurig, wenn du nichts mehr mit mir zu tun haben wolltest. Bitte entschuldige, ich gelobe Besserung.
Aber jetzt das Wichtigste: Freya, du hast mir gesagt, dass du dich unsterblich in mich verliebt hast. Das hast du wirklich schön gesagt und mich damit wirklich berührt. Ich wollte es mir erst nicht eingestehen und schon gar nicht zulassen, dass es mir im Grunde schon längst genauso geht. Ich bin einfach feige gewesen, habe mich vor der Meinung anderer gefürchtet. Ich war so unendlich dumm. Freya, ich liebe dich auch und ich würde mir nichts mehr wünschen, als mit dir, mit euch an meiner Seite, meine Zukunft neu erleben zu dürfen. Könnt ihr mir verzeihen?
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