Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil II

Gero Hard

Ich selbst habe mir ein Armband machen lassen, mit der gleichen Namensplatte, auf der ‚Leon‘ graviert ist, habe allerdings auf Kettchen verzichtet und mich stattdessen für Lederriemen entschieden. Die Namensplättchen von Freya und mir sind austauschbar, so dass sie meinen und ich ihren Namen tragen kann.

Nacheinander lege ich die Armbänder um die schlanken Handgelenke der Frauen, die mich mit strahlenden Augen dabei ansehen. „Ich liebe dich, Leon Stolberg. Das Armband ist wunderschön.“

„Und es hat etwas ganz Besonderes. Wenn wir die Plättchen aneinanderhalten, ziehen sie sich magnetisch an. Seht ihr? Das bedeutet, wir gehören zusammen, alle drei. Denn ich weiß Freya, dich gibt es nicht ohne Nadine und umgekehrt. Das passt auch ganz gut so, weil ich auf keine von euch beiden in Zukunft verzichten möchte.“

Nadine dreht die ganze Zeit an dem Armband und starrt es an. Eine Weile später hebt sie den Kopf und sieht mich an.

„Man, man, Herr Stolberg, da haben Sie gerade nochmal die Kurve gekriegt.“, lacht sie und schmiegt sich fest an mich.

****

Ich musste auf meine Frauen warten, bis sie sich zur Feier des Tages landfein gemacht hatten. Viel zu schick, für einen Abend bei Pizza, Nudeln und Rotwein. Mit stolz geschwellter Brust führe ich meine Damen in das Restaurant.

„Hey Leon, einen Tisch für drei, Signore?“

„Ja und bitte etwas ruhiger.“

„Ahhh si, verstehe. Allora, bitte hier entlang.“ 

Zwei Stunden später sind wir alle satt, zufrieden und rundum glücklich. Die Hochstimmung kommt bestimmt auch von dem leckeren Rotwein und dem Grappa ‚auf‘s Haus‘. Fahren kommt für mich nicht mehr in Frage.

„Nehmen wir uns ein Taxi, und dein Auto holen wir morgen!“, bestimmt meine Freundin.

„Gute Idee, Prinzessin und wie soll ich nach Hause kommen?“ 

„Gar nicht, du schläfst bei uns.“, bestimmt sie schulterzuckend.

Sollte schon heute, der Moment der Wahrheit kommen? Vielleicht wäre es nicht so schlimm, wenn ich einfach auf der Couch schlafen würde. Mit dem Vorschlag halte ich mich besser erstmal zurück.

 

Fortsetzung folgt …

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