Wollt ihr meine neue Familie sein?“
Nadine springt auf und fliegt mir förmlich an den Hals und knutscht mich überall im Gesicht ab. „Ja, ja, ja, ich will!“, flötet sie, „Du doch auch Mama … oder?“
Freya ist sitzengeblieben, unfähig etwas zu sagen. Ihre Unterlippe zittert und dicke Tränen sammeln sich in ihren Augen. Ihre Knie eng zusammengepresst, die Ellenbögen darauf abgestützt, schlägt sie ihre Hände vor ihr Gesicht.
Ich muss aufstehen, löse mich von Nadine, die ihre Mutter ungläubig ansieht, knie mich vor Freya und versuche sie in den Arm zu nehmen.
„Es tut mir leid, ich wollte dich nicht so überfallen. Ich dachte, dich mit meinem Geständnis glücklich zu machen.“
Jetzt nimmt Freya ihr Gesicht aus den Händen und sieht mich mit rot verweinten Augen an: „Das hast du, mein Schatz, das hast du. Und ja, ich möchte dich begleiten in eine neue Zukunft.“
Zusammen setzen wir uns auf die Couch. Ich in der Mitte, mit den wohl schönsten Frauen der Welt in meinen Armen.
„Und was machen wir jetzt, mit dem angebrochenen Abend?“, Nadine schaut uns fragend an.
„Als erstes möchte ich unseren neuen Bund besiegeln und dann werden wir zum Italiener gehen, einverstanden?“
Ich öffne die Schachtel, die mir beim Juwelier in eine kleine Tüte gesteckt wurde. Ein Armband mit einem Namensplättchen für Freya und genau das Gleiche auch für Nadine. An den Namensplättchen, auf denen mit geschwungener Schrift ihre Namen eingraviert sind, sind Ketten angebracht. Etwas gröbere Glieder, so dass sie den Strapazen des Alltags gewachsen sind und doch fein genug, um zu passender Abendgarderobe getragen werden zu können.
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