Doch, mit meinem Körper bin ich zufrieden. Freya auch, wie mir scheint. Sie kann nicht genug davon bekommen, von
meinen feinen Härchen und zupft an ihnen herum.
Sie grinst mich frech an, als sie ihre Hand zwischen uns über meine Boxershorts gleiten lässt. Jetzt passiert, was ich längst befürchtet habe. Die Finger kreisen auf meinem besten Stück. Na ja, das war es mal. Jetzt nicht mehr. Wird es auch nicht, als sie den Druck erhöht, meine Hoden findet und diese einfühlsam in ihrer Hand knetet. Nichts rührt sich. Nicht die leiseste Reaktion. Kein langsames Füllen der Schwellkörper, kein zuckendes Aufrichten meiner sonst ganz ansehnlichen Pracht. Leblos bleibt die beschnittene Eichel liegen, zieht sich sogar noch ein Stück zurück, lässt mich noch kleiner werden, als sowieso schon. Ich schäme mich fürchterlich, mein Gott ist mir das peinlich. Ich fühle mich, als wäre ich kein vollwertiger Mann mehr und befürchte schon, dass Freya sich sofort wieder von mir abwenden könnte, weil ich ihre Erwartungen nicht erfüllen kann. Unsere Blicke treffen sich. Doch nichts in ihren Augen, was verächtlich wäre, keine stiller Vorwurf wegen der fehlenden Männlichkeit. Kein wütendes Funkeln, sondern eher mitleidig. Mitleid ist nun allerdings das Wenigste, was ich gebrauchen kann. Mitleid kann man mit einem verletzten Tier haben, oder mit einem kranken Menschen. Aber ich bin doch nicht krank, oder doch?
Freya möchte etwas sagen, ich sehe es ihr an. Holt schon Luft um anzusetzen, als die Tür langsam und vorsichtig geöffnet wird. Verschlafen schiebt sich der wuschelige Haarschopf von Nadine durch den Spalt, dann die noch schmalen Augen. „Sorry, konnte nicht mehr schlafen und wollte nur …“
„Na komm schon zu uns.“, locke ich sie schon deshalb, um den peinlichen Moment mit Freya zu beenden, die mich mit einem verärgerten Blick dafür abstraft.
Mit kleinen Schritten kommt sie zu uns ans Bett und legt sich dann zwischen uns.
Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!
schreibt ulriketyress@gmail.com
Sehr schön und total glaubhaft
schreibt HansG