Zwischen Tod und Auferstehung - Teil III

85 59-89 Minuten 2 Kommentare
Zwischen Tod und Auferstehung - Teil III

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil III

Gero Hard

Ich liebe dich Leon und ich will dich jede Sekunde in meiner Nähe.“

Wenn er so anfängt dauert es nicht lange, dann werde ich tatsächlich ärgerlich. So’n Spruch kann er sich echt stecken. Mir ist klar, wie er sich fühlen muss. Als wäre er kein vollwertiger Mann mehr. Versager, Looser, Schlappschwanz, eben minderwertig. Nicht würdig, eine Frau wie mich, erfolgreich und gut aussehend, an seiner Seite haben zu dürfen und mit ihr glücklich zu werden. Dann noch der Verlust seiner Tina, das Gefühl ihr fremdzugehen, sie zu betrügen. Aus meinem Studium weiß ich sehr genau, was so etwas mit Menschen macht, oder machen kann. Ich kann nachvollziehen, dass es ihm mit seiner Versagensangst, die schnell zu einer Verlustangst werden kann, nicht gut geht. Ich bräuchte Zeit. Zeit mit ihm allein und am besten eine ganze Menge davon. Wenigstens dann, wenn das Versagen tatsächlich psychische Ursachen hat.

Es könnte ja auch andere Ursachen haben. Schließlich wurde er quasi genötigt, mit mir zusammenzukommen. Was, wenn Leon mich nicht hübsch genug findet, oder ich was falsch mache, weil er ganz ‚andere‘, eventuell abartige Neigungen hat? Vielleicht steht er auch darauf, geschlagen zu werden, oder ist andersherum eher dominant veranlagt? Was, wenn ich in Wirklichkeit nicht sein Typ bin oder er sogar schwul ist?

Ich kann keinen klaren Gedanken fassen, rede mir völligen Schwachsinn ein. Drehst du jetzt völlig durch, Freya? Dieser Mann kann gar nicht schwul sein, dafür war er zu lange glücklich verheiratet. Und ich nicht sein Typ? Kann auch nicht sein. Dafür sehe ich seiner Frau zu ähnlich. Liegt es an Nadine? Kommt er mit der neuen Aufgabe nicht zurecht? Quatsch, die beiden haben sich gesucht und gefunden, dreht es sich in meinem Kopf herum.

„Erde an Mama, alles klar?“ Nadine hat wohl bemerkt, dass ich geistesabwesend auf meinem Bissen herumgekaut habe.

„Was? Was hast du gesagt, Lieblingstochter?“

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 4111

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!

schreibt ulriketyress@gmail.com

'Der schlimmste Abschied ist der, wenn man einen Menschen zuletzt sieht und es nicht weiß!' Lieber Gero Hard, lassen Sie mich Ihnen danken für diese Berg- und Talfahrt der Emotionen! Selten hat mich eine Geschichte so miterleben lassen, wie diese! Sicherlich haben Sie sich an ein heikles Thema gewagt. In der Zeit von Corona geschehen Dinge, die sich niemand wünscht. Einen geliebten Menschen auf diese Art zu verlieren, ihn in der Not allein lassen zu müssen, lässt einen doch nie wieder los! Doch Sie haben es in Ihrer feinfühligen Art geschafft, dueser Geschichte wieder eine positive Wendung zu geben. Nicht zuletzt durch die 'kodderige' Art von Nadine bekommt die G. eine humorvolle Seite. Durch die Liebe zu Freya durchlebte Leon 'die Auferstehung'! Nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern er hatte wieder Spaß am Leben, Mut sich dem Neuen zu stellen und Hoffnung in die Zukunft. Danke, lieber Gero für die Zeit, in der ich in eine andere Welt abtauchen durfte. Ihre Vivien H.

Sehr schön und total glaubhaft

schreibt HansG

Ich habe lange keine so schöne und glaubhafte erotische Geschichte mehr gelesen. Weiter so, lieber Autor!

Gedichte auf den Leib geschrieben