Eine Faust hat sie sich in den Mund gesteckt, ich sehe es aus den Augenwinkeln.
Dann ein langgezogenes „Jaaaaa“, ihre Erlösung, Ausdruck tiefster Gefühle, die gerade über sie hinweg rollen.
Ihr Körper zuckt. Es können aber nicht die Nachwirkungen ihres Höhepunktes sein. Dafür dauert es zu lange. Jetzt erst höre ich sie Schluchzen, weil der Druck ihrer Schenkel meine Ohren freigibt. Dennoch ist es leise.
Ich schiebe mich an ihr nach oben. Sie weint, leise in ihre Handflächen, die ich sanft zur Seite schiebe und ihr die Tränen wegküsse. „Alles in Ordnung, meine Prinzessin? Habe ich etwas falsch gemacht?“
„Falsch gemacht? Dein Ernst Leon, falsch gemacht? Das war überwältigend. Kraftvoll. Mich hat es weggerissen. Das war so unglaublich schön. Halt mich einfach fest, ich schwebe noch.“
Eng schiebt sie sich, nackt wie sie ist, an mich heran. Wir rollen uns küssend auf der Matratze herum. Es ist so innig und leicht. Unbeschwert, keine Spur eines Vorwurfs, dass ich sie nicht gefickt habe.
Ihre Hand wandert bei dem Gerangel in meine Hose, die sie aufgeknöpft hatte. Plötzlich wird sie ernst, hört auf mich zu kitzeln und zu ärgern. „Du bist nass Leon.“
„Was?“
„Du bist nass. Bist du auch gekommen?“
„Ich … ich weiß nicht. Bin ich?“
„Jedenfalls riecht es so … und … schmecken tut es auch so.“ Sie hat sich tatsächlich einen der nassen Finger in den Mund gesteckt und bis zum Wurzelgelenk abgeleckt.
„Schmeckt nicht schlecht, mein Schatz. Aber jetzt sollten wir duschen gehen, bevor deine Hose durchnässt. Wir wollen doch gleich noch zum Squash.“
Freya: Nadine muss es gespürt haben, dass ich viel lieber mit Leon allein wäre, als mit allen in diese dämliche Kletterhalle zu gehen. Ich könnte sie knutschen. Jackie, natürlich auch, super Idee. Wie rücksichtsvoll sie ist. Meine Tochter, ganz eindeutig.
Das Gespräch mit Leon ist nötig. Unbedingt und es duldet keinen Aufschub.
Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!
schreibt ulriketyress@gmail.com
Sehr schön und total glaubhaft
schreibt HansG