Zwischen Tod und Auferstehung - Teil III

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Zwischen Tod und Auferstehung - Teil III

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil III

Gero Hard

Ich befürchte, er macht Dummheiten, oder tut etwas Unüberlegtes. Ich sehe doch, wie sehr es ihn belastet, keine Erektion zu bekommen. Würde es mich an seiner Stelle auch. Er fühlt sich nicht vollwertig, ich kenne das von meiner Mutter, der man nach einer Brustkrebsdiagnose beide Brüste abgenommen hatte. Sie war noch jung, hätte auch ohne ihre Brüste noch ein zweites Kind bekommen können. Aber ihre Psyche ließ es nicht zu und so blieb mir ein Bruder oder eine Schwester verwehrt.

Ich weiß, ich kann Leon helfen, wenn er es denn zulässt. Ich könnte damit leben, wenn er nicht hart wird. Ich brauche es nicht zwingend zum Glücklich sein. Er soll es wissen, er MUSS es wissen.

Als wenn ich es geahnt hätte. War es weibliche Intuition, oder meine Fähigkeiten als Psychotante? Nie hätte ich

gedacht, dass er nach dem verkorksten Morgen und der angespannten Lage, den ersten Stein wirft. Da fragt mich der Kerl allen Ernstes, was ich denn wohl mit ihm wollen würde? Einem Schlappschwanz, einem Looser, weil er mir ja nicht das geben könnte, was ich offensichtlich bräuchte. Woher bitte schön will er wissen, was ich brauche?

Wir reden gar nicht mal so lange. Denn, das was es zu sagen gibt, auf beiden Seiten, ist schnell gesagt. Ich sehe an seinem Gesichtsausdruck, dass er eine kurze Zeit an meinen Worten zweifelt. Doch irgendwann ist es, als wäre auch bei ihm der Groschen gefallen. Er erzählt von seiner Blockade im Kopf und von seinem Besuch beim Urologen. Alles was er sagt, klingt logisch und nachvollziehbar.

Ich rechne ihm hoch an, dass er mich aussprechen lässt, dass er mir zuhört und offensichtlich auch akzeptiert, was ich ihm zu sagen habe. Ich glaube, er hat nach meinen Ausführungen kapiert, dass ich ihn liebe. Egal was passiert, egal ob mit, oder ohne funktionierendem Schwanz.

Phasenweise sieht er mich ungläubig an, als würde ich ihm die Entstehungsgeschichte der Erde neu erklären.

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Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!

schreibt ulriketyress@gmail.com

'Der schlimmste Abschied ist der, wenn man einen Menschen zuletzt sieht und es nicht weiß!' Lieber Gero Hard, lassen Sie mich Ihnen danken für diese Berg- und Talfahrt der Emotionen! Selten hat mich eine Geschichte so miterleben lassen, wie diese! Sicherlich haben Sie sich an ein heikles Thema gewagt. In der Zeit von Corona geschehen Dinge, die sich niemand wünscht. Einen geliebten Menschen auf diese Art zu verlieren, ihn in der Not allein lassen zu müssen, lässt einen doch nie wieder los! Doch Sie haben es in Ihrer feinfühligen Art geschafft, dueser Geschichte wieder eine positive Wendung zu geben. Nicht zuletzt durch die 'kodderige' Art von Nadine bekommt die G. eine humorvolle Seite. Durch die Liebe zu Freya durchlebte Leon 'die Auferstehung'! Nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern er hatte wieder Spaß am Leben, Mut sich dem Neuen zu stellen und Hoffnung in die Zukunft. Danke, lieber Gero für die Zeit, in der ich in eine andere Welt abtauchen durfte. Ihre Vivien H.

Sehr schön und total glaubhaft

schreibt HansG

Ich habe lange keine so schöne und glaubhafte erotische Geschichte mehr gelesen. Weiter so, lieber Autor!

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