Ich möchte unkontrolliert schreien, ihm zeigen, dass er auf dem richtigen Weg ist.
Ja, es zerreißt mich! Meine Zähne graben sich in das Fleisch meiner Hände. Ein grausam-wohliger Schauer überkommt mich, spannt meine Muskeln an. Ich komme … ja, ich komme … und wie!
Er kommt hoch zu mir. Endlich kann ich ihn küssen, ihm zeigen, wie sehr ich ihn liebe und wie gut das gerade für mich war. Es ist ewig her, dass ich so glücklich war, wie in diesem Augenblick. Tränen, ich schäme mich ein wenig dafür, schlage die Hände vor mein Gesicht. Er schiebt sie weg. Ganz sanft ist er, wie eben zwischen meinen Schenkeln. Ich glaube, dieser Mann ist nicht fähig, jemandem ernsthaft weh zu tun. Niemals. Spätestens jetzt weiß ich, mit ihm an meiner Seite bin ich unverwundbar. Er ist mein persönlicher Ritter, mein Held, mein Superman.
Er küsst mir einfach die Tränen weg, die über meine Wangen laufen. Er trinkt sie, als würden sie seinen Durst löschen können.
Wir umklammern uns, rollen uns wie ringende Kämpfer, küssen und streicheln uns, bis wir völlig aus der Puste liegenbleiben. Voreinander, dicht und eng. Uns ist warm. Es ist gut, dass ich nackt bin, so erzeugt unser Atem einen kühlenden Hauch auf meiner Haut. Täusche ich mich? Etwas ist anders als vorhin. Die Stelle zwischen seinen Beinen ist klamm. Ich öffne seine Hose. Sofort taste ich nach seinem Zapfen. Doch soweit brauche ich nicht. Seine Unterhose ist nass. Nicht nur ein wenig, so, als hätte ein einzelner Lusttropfen eine kleine nasse Stelle gemacht. Es scheint viel zu sein. Es riecht nach Sperma. Meine Hand ist in seine Boxer gefahren. Der ganze Bereich ist mit klebrig-sämiger Milch überzogen. Es muss ihm heftig abgegangen sein. Hat er es nicht gemerkt? Hatte er keine Erektion, die sich dann nach Wochen der Enthaltsamkeit einfach entladen hat? Ich will ihn schmecken, um auch den letzten Zweifel zu verdrängen, der eigentlich keiner ist.
Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!
schreibt ulriketyress@gmail.com
Sehr schön und total glaubhaft
schreibt HansG