Aber Leon scheint ihn gut zu kennen. Die beiden fallen sich in die Arme und klopfen sich freundschaftlich auf den Rücken. „Hallo, Schönheit,“, dreht sich der Mann zu mir, „mit wem habe ich das Vergnügen?“
„Das ist Freya!“, kommt nun Leon wieder an meine Seite und legt demonstrativ seinen Arm um mich.
„Leon, jetzt bin ich wirklich sauer auf dich. Ich wußte ja, dass sie Ähnlichkeit mit Tina hat und dass sie hübsch sein muss, aber, dass sie noch viel schöner ist, hast du verschwiegen, du Schlingel.“
„Darf ich vorstellen, dass ist Gero, mein Arbeitskollege und bis eben mein bester Freund.“, klärt Leon mich auf.
„Wieso bis eben?“, fragt Gero und reicht mir die Hand zur Begrüßung, bei der er sich leicht verbeugt.
„Weil ich deinen Blick kenne. Und wenn ich ihn richtig deute, flirten deine Augen gerade mit meiner Prinzessin. Und das mein Lieber, ist vermintes Gelände.“, klopft Leon ihm auf die Schulter. Beide lachen zwar auf, hatten es wohl für einen gelungenen Spaß gehalten, aber den drohenden Unterton in Leons Stimme habe ich klar und deutlich gehört.
Gero ist etwas älter als Leon. Als Mann nicht uninteressant, groß, sportlich und seine Schläfen mit grauem Haar durchzogen. Dazu sein Lächeln, dass einen schon zum Schmelzen bringen konnte, was ihn bei der Frauenjagd wohl ziemlich erfolgreich sein lässt. Ein Schürzenjäger, ganz klar. Ich mag solche Männer nicht, die selbstherrlich und arrogant der Meinung sind, jede hübsche Frau müsse doch wohl leicht zu knacken sein und ihm sofort als williges Fickfleisch zu Füßen liegen. Ich nicht mein Lieber, dem Mann an meiner Seite kannst du niemals das Wasser reichen, jedenfalls nicht charakterlich. Ich bemerke, dass Gero meine Hand länger als nötig zur Begrüßung hält und mich mit seinen Augen taxiert. Ich spüre seine gierigen Blicke auf meinem Körper, vor allem auf meinen Brüsten und meiner sich leicht abzeichnenden Schamspalte.
Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!
schreibt ulriketyress@gmail.com
Sehr schön und total glaubhaft
schreibt HansG