Mit einer Engelsgeduld, bringt er mir das Spiel näher, bis ich selbst großen Spaß daran finde. Viel zu schnell geht die Stunde rum. Völlig verschwitzt und ausgepumpt, steigen wir in die Autos und fahren zu Leon in die Wohnung.
Ich freue mich schon auf die gemeinsame Dusche und das anschließende Nachmittagsprogram.
Leon: Ach du Ärger! Gero! Na, der hat mir zu meinem Glück noch gefehlt. Und dann Freya, ausgerechnet jetzt in einem hübschen, aber knallengen Sportdress. Geeignet, jedem Mann die Augen aus den Höhlen zu treiben, wenn er nur lange genug hinsieht.
Vorgestellt hätte ich sie ihm bestimmt irgendwann, aber noch nicht so bald und bestimmt mit anderer Kleidung an ihr. Verdammt, sie sieht aber auch echt scharf aus in diesem Fummel. Jetzt steht er vor ihr und gafft sie an. Zieht sie mit seinen Augen aus, so, wie er es immer macht, wenn eine hübsche Frau durch unser Büro geht oder eine Kundin vor ihm steht.
Er ist eigentlich ne coole Socke, aber für diese Unart hasse ich ihn manchmal. Er ist mir peinlich. In diesen Momenten, wie jetzt gerade, tut mir seine Susi leid. Eine bildhübsche Frau, die durchaus als Model durchgehen könnte und seinem Charme erlegen ist. Gute 15 Jahre jünger als Gero, liebt sie diesen Mann abgöttisch, geradezu hörig ist sie ihm. Keine Ahnung, warum er das so übel ausnutzt. Abgesehen davon, ist Gero ein echter Kumpel, mit dem man Pferde stehlen kann. Wenn man mit ihm befreundet ist, dann hat man einen über alle Maßen loyalen Typen an seiner Seite.
Ich sehe das Unbehagen in Freya’s Augen. Gero, der Arsch, zeigt sich wieder von seiner „besten“ Seite. Aber eines lass dir gesagt sein, mein lieber Freund: Diesen prächtigen, mit Diamanten und Juwelen besetzten Pokal, wirst du mir nicht
aus den Händen reißen. Nur über meine Leiche.
Freya, in meinen Armen entspannt sie langsam wieder, gibt sich meinem Kuss hin und bedenkt Gero mit einem verächtlichen Blick.
Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!
schreibt ulriketyress@gmail.com
Sehr schön und total glaubhaft
schreibt HansG