„Schick ihr ein Küsschen von mir mit.“
Sie tippt auf ihrem Handy rum und kommt dann zu mir ins Schlafzimmer. Sie hat ihre Tasche in der Hand und sucht
nach frischer Kleidung. „Liebe Grüße zurück.“, schreibt sie, „ich soll dich ganz dolle drücken.“
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Zwei Stunden später füttern wir uns mit gebratenen Nudeln und kross gebratener Hühnerbrust, mit Glutamat angedickter, süß-saurer Soße in der reichlich Cashewkerne zu schweben scheinen. Das, was uns an den Mundwinkeln hinterläuft, küssen wir einfach weg. Urgemütlich auf meiner Couch, mit einer Decke über unseren Knien. Gedämpftes Licht, das von ein paar Kerzen gespendet, flackernd den Raum erhellt. Unter der Decke sind wir fast nackt. Lediglich einen Slip und ein übergroßes Shirt, dass sie sich von mir geliehen hat, trägt sie. Bei mir ist es eine Boxershorts mit
einem T-Shirt.
Im Fernsehen flimmert „Guardians of the Galaxy“, eine unterhaltsame Marvel SciFi-Verfilmung. Kurzweilig, phasenweise lustig. Genau richtig, um die Wolldecke bis an unser Kinn zu ziehen und den Abend
aneinandergeschmiegt mit einem guten Glas Rotwein ausklingen zu lassen.
„Schatz, ist es ok, wenn ich heute Abend nur kuscheln möchte? Wenn du hinter mir liegst und mich in deine Arme nimmst?“
Es ist spät geworden und ihre Frage ist wie das heimliche Zeichen von ihr, dass sie jetzt lieber ins Bett möchte. Ich drehe meine Runde, puste alle Kerzen aus, schalte den TV ab und nehme sie auf den Arm, um sie ins Bett zu tragen.
„Gute Nacht, mein Schatz. Schlaf gut und träum was Schönes. Ich liebe dich.“, flüstert sie mir nach hinten über die Schulter, nachdem ich den Wecker gestellt und meine Arme um ihren schlanken Körper gelegt habe. Es dauert nicht lange, bis mir ihr tiefer, gleichmäßiger Atem zeigt, dass sie schon eingeschlafen ist.
Nadine: Die ganze Welt um mich herum scheint im Liebestaumel zu sein.
Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!
schreibt ulriketyress@gmail.com
Sehr schön und total glaubhaft
schreibt HansG