Dem glaube ich seine Entschuldigung erst, wenn ich ihn das nächste Mal sehe und live erlebe, wie er sich dann benimmt.
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In Schlabberklamotten, losen Jogginghosen und übergroßen Shirts, liegen wir gemütlich auf der Couch, so, als würden wir uns schon ewig kennen und als wäre das völlig normal. Fast, wie ein altes Ehepaar. Nichts deutet darauf hin, dass wir uns erst vor vier Wochen kennen gelernt haben und davon drei Tage ein Paar sind.
Sein Arm liegt um meine Schulter, gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbehagen, während ich meine Schulter in seine Achsel schiebe und mich damit fest an ihn drücken kann. Meine Hand liegt knapp unter seinem Bauch, direkt über seinem Spender. Millimeterweise schiebe ich sie weiter nach unten. Vielleicht merkt er die feinen Bewegungen ja nicht. Ich möchte ihn fühlen, streicheln, seine dicken Eier in meinen Händen halten, sie leicht in meinen Fingern wiegen und mit ihnen spielen. Egal, ob er dabei steif wird, oder nicht. Es ist mir nicht wichtig, wenn ich ihn nur anfassen darf. Warum setzt er sich auf, was ist los, ist es unbequem? Will er meiner Hand doch ausweichen? „Häschen, kann ich was mit dir besprechen?“
Ein Anflug von Panik kommt in mir auf. Es ist doch alles ok, oder etwa nicht? Seine Erektionsstörung, wir hatten das doch besprochen. Und ich wollte doch nur … „Na klar Schatz.“, antworte ich, obwohl mir nicht so wohl bei der Sache ist.
Er greift in seine Hosentasche. Holt etwas heraus, was ich nicht sofort erkenne. Doch dann, ein Blister mit vier Tabletten. Hellblau, mit einer Sollbruchstelle in der Mitte. Jetzt richte ich mich auch auf. Für ein ernsthaftes Gespräch ist es nicht gut, wenn wir dabei miteinander schmusen. „Was ist das?“
„Liebling, ich möchte ehrlich zu dir sein. Das ist so etwas wie Viagra. Der Urologe hatte mir ein Rezept dafür gegeben.
Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!
schreibt ulriketyress@gmail.com
Sehr schön und total glaubhaft
schreibt HansG