Zwischen Tod und Auferstehung - Teil III

85 59-89 Minuten 2 Kommentare
Zwischen Tod und Auferstehung - Teil III

Zwischen Tod und Auferstehung - Teil III

Gero Hard

Dem glaube ich seine Entschuldigung erst, wenn ich ihn das nächste Mal sehe und live erlebe, wie er sich dann benimmt.

----

In Schlabberklamotten, losen Jogginghosen und übergroßen Shirts, liegen wir gemütlich auf der Couch, so, als würden wir uns schon ewig kennen und als wäre das völlig normal. Fast, wie ein altes Ehepaar. Nichts deutet darauf hin, dass wir uns erst vor vier Wochen kennen gelernt haben und davon drei Tage ein Paar sind.

Sein Arm liegt um meine Schulter, gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbehagen, während ich meine Schulter in seine Achsel schiebe und mich damit fest an ihn drücken kann. Meine Hand liegt knapp unter seinem Bauch, direkt über seinem Spender. Millimeterweise schiebe ich sie weiter nach unten. Vielleicht merkt er die feinen Bewegungen ja nicht. Ich möchte ihn fühlen, streicheln, seine dicken Eier in meinen Händen halten, sie leicht in meinen Fingern wiegen und mit ihnen spielen. Egal, ob er dabei steif wird, oder nicht. Es ist mir nicht wichtig, wenn ich ihn nur anfassen darf. Warum setzt er sich auf, was ist los, ist es unbequem? Will er meiner Hand doch ausweichen? „Häschen, kann ich was mit dir besprechen?“

Ein Anflug von Panik kommt in mir auf. Es ist doch alles ok, oder etwa nicht? Seine Erektionsstörung, wir hatten das doch besprochen. Und ich wollte doch nur … „Na klar Schatz.“, antworte ich, obwohl mir nicht so wohl bei der Sache ist.

Er greift in seine Hosentasche. Holt etwas heraus, was ich nicht sofort erkenne. Doch dann, ein Blister mit vier Tabletten. Hellblau, mit einer Sollbruchstelle in der Mitte. Jetzt richte ich mich auch auf. Für ein ernsthaftes Gespräch ist es nicht gut, wenn wir dabei miteinander schmusen. „Was ist das?“

„Liebling, ich möchte ehrlich zu dir sein. Das ist so etwas wie Viagra. Der Urologe hatte mir ein Rezept dafür gegeben.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 4113

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!

schreibt ulriketyress@gmail.com

'Der schlimmste Abschied ist der, wenn man einen Menschen zuletzt sieht und es nicht weiß!' Lieber Gero Hard, lassen Sie mich Ihnen danken für diese Berg- und Talfahrt der Emotionen! Selten hat mich eine Geschichte so miterleben lassen, wie diese! Sicherlich haben Sie sich an ein heikles Thema gewagt. In der Zeit von Corona geschehen Dinge, die sich niemand wünscht. Einen geliebten Menschen auf diese Art zu verlieren, ihn in der Not allein lassen zu müssen, lässt einen doch nie wieder los! Doch Sie haben es in Ihrer feinfühligen Art geschafft, dueser Geschichte wieder eine positive Wendung zu geben. Nicht zuletzt durch die 'kodderige' Art von Nadine bekommt die G. eine humorvolle Seite. Durch die Liebe zu Freya durchlebte Leon 'die Auferstehung'! Nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern er hatte wieder Spaß am Leben, Mut sich dem Neuen zu stellen und Hoffnung in die Zukunft. Danke, lieber Gero für die Zeit, in der ich in eine andere Welt abtauchen durfte. Ihre Vivien H.

Sehr schön und total glaubhaft

schreibt HansG

Ich habe lange keine so schöne und glaubhafte erotische Geschichte mehr gelesen. Weiter so, lieber Autor!

Gedichte auf den Leib geschrieben