Sieh es doch mal so: Gestern haben wir zusammen in dem Bett geschlafen und es gab keine Zeichen ihrer Missbilligung. Im Gegenteil, du hast ohne Alpträume geschlafen.
Sie war zufrieden mit deiner Wahl. Kann es so gewesen sein?“
„Du hast sie leider nicht kennengelernt Freya, nur ihr Foto, ihre Augen gesehen. Sie war so eine herzlich-gute Frau, hatte selten schlechte Laune. Ich würde ihr zutrauen, dass es so ist, wie du sagst. Sie würde nicht wollen, dass ich wie ein Mönch den Rest meiner Tage im Kloster verbringe. Sie hätte es ebenso wenig getan, wenn sie mich verloren hätte. Ja, ich denke du hast recht, mein Engel.“
„Dann lass mich diese Pillen in den Schrank legen, das wird schon. Auch ohne ‚Startpilot‘“
Für mich ist das Thema damit erledigt, für ihn anscheinend auch. Ich verstehe seinen Standpunkt und er meinen. Dass er mich um meinen Rat gefragt hat, macht mich so froh. Mein Ex hätte das niemals gemacht. Der hätte sich die Dinger ohne mich zu fragen eingeworfen und mich danach wahrscheinlich in alle Löcher wundgefickt, bis mir seine Sahne aus
den Ohren wieder rausgekommen wäre.
Nicht so Leon, er ist rücksichtsvoll und sensibel. Es ist schön, dass er aus solchen Fragen eine Gemeinschaftsentscheidung macht und nicht über meinen Kopf hinweg versucht, eine Lösung zu finden. Ich wäre wirklich stinksauer geworden, wenn ich ihm auf die Schliche gekommen wäre.
Ich lehne mich wieder an ihn. Er schmunzelt und nimmt mich wieder in den Arm, fester als vorhin. Seine Hand liegt nun nicht mehr ruhig auf meinem Oberarm, greift über meine Schulter hinweg auf meinen linken Mops. Streichelt die spitze Kuppel, neckt mit den Fingerkuppen meine Kerne, die sich verlangend aufgerichtet haben.
Mit den Fingern zieht er mir Stück für Stück den Pulli hoch, bis meine Prachttüten unter der Wolldecke freiliegen. Jetzt erst bekommen sie seine volle Aufmerksamkeit. Er beugt sich zu mir herunter, küsst mich.
Die Liebe fragt nicht, sie ist einfach da!
schreibt ulriketyress@gmail.com
Sehr schön und total glaubhaft
schreibt HansG