Sehen
aber in der Nacht
Ich saß auf der alten Holzbank im Innenhof,
die Sonne warf lange Schatten.
Da kam sie,
die Nachbarin aus dem zweiten Stock.
Ihr Duft wehte herüber –
frisches Heu,
gemischt mit einem Hauch von Kokossonne.
Sie trug diesen winzigen Rock,
der bei jedem Schritt
ihre braungebrannten Oberschenkel blitzen ließ,
und ein enges Shirt,
das ihre Brüste umspielte
wie eine zweite Haut.
Ihre Südseehaut glänzte,
als wäre sie gerade aus dem Meer gestiegen.
Sie lächelte mir zu,
dieses freundliche, einladende Lächeln,
das mich immer aus der Fassung brachte.
„Guten Tag, Herr Müller“,
sagte sie mit warmer Stimme
und stieg die Treppe hoch,
ihre Hüften schwangen leicht.
Ich nickte stumm,
starrte auf meine Schuhe.
Mein Puls raste.
Ich könnte ihr Vater sein,
verdammt,
mit meinen grauen Schläfen
und den Falten um die Augen.
Zu Hause in meiner kleinen Wohnung
schloss ich die Tür ab,
zog die Vorhänge zu.
Der Tag war lang gewesen,
aber jetzt, in der Stille,
kam sie in meinen Kopf.
Ich legte mich aufs Bett,
die Matratze knarrte unter meinem Gewicht.
Schloss die Augen.
In meiner Fantasie klopfte es.
Ich öffnete –
da stand sie,
in demselben Outfit,
das Lächeln noch breiter.
„Ich hab dich beobachtet“,
flüsterte sie
und trat ein,
ohne zu fragen.
Ich packte sie am Arm,
zog sie rein,
drückte sie gegen die Wand.
Kein Wort,
nur unser Atem.
Meine Hände glitten unter ihren Rock,
spürten die glatte, warme Haut.
Sie keuchte,
als ich ihren Slip zur Seite schob,
meine Finger in sie tauchten.
Feucht, einladend.
Sie zog mein Hemd auf,
kratzte über meine Brust.
„Nimm mich“,
hauchte sie.
Wir stolperten ins Schlafzimmer,
fielen aufs Bett.
Ich riss ihr das Shirt hoch,
saugte an ihren harten Nippeln,
schmeckte die Süße ihrer Haut.
Sie bog sich mir entgegen,
ihre Nägel gruben sich in meinen Rücken.
Ich schob ihren Rock hoch,
spreizte ihre Beine.
Drang in sie ein,
hart und tief.
Sie stöhnte laut,
ihre Hüften hoben sich mir entgegen.
„Mehr, fester!“,
bettelte sie.
Ich drehte sie um,
auf alle Viere,
hielt ihre Hüften fest wie Schraubstöcke.
Rammte mich in sie,
wieder und wieder,
das Klatschen unserer Körper erfüllte den Raum.
Schweiß perlte, tropfte.
Sie schrie auf,
kam zitternd,
melkte mich.
Ich explodierte in ihr,
pumpte alles raus.
Danach lag sie da,
erschöpft,
besinnungslos fast,
ihr Körper glühte.
Sie drehte sich um,
lächelte schwach.
„Du bist ein Held,
ein richtiger Mann.“
Ich öffnete die Augen,
die Decke starrte zurück.
Mein Herz hämmerte noch.
Draußen war es dunkel,
der Hof leer.
Stand auf,
wusch mir das Gesicht mit kaltem Wasser.
Morgen würde sie wieder vorbeilaufen,
duften wie Heu,
lächeln zu freundlich.
Ich würde nicken,
höflich sein.
Aber in der Nacht?
Da war ich der King,
unbesiegbar.
Immer noch.