Sehen
Abschiedsbrief
Es ist geschafft,
aus und vorbei –;
ausgeführt,
abgeschlossen,
beendet,
erledigt,
vollendet,
vorüber.
Ich bin fertig mit Dir!
Ich liebe Dich überhaupt nicht mehr!
Du hast mich betrogen –;
nein,
nicht nur mit diesem Nichts dieser Null,
diesem Reingarnichts,
nein,
Du hast mich immer betrogen.
Permanent hast Du mir etwas vorgemacht.
Ich habe an Dich geglaubt,
ich habe an das geglaubt,
was Du vorgabst zu sein.
Aber das warst Du nie.
Du hast mich glauben lassen
Du wärest eine echte,
eine gute,
eine aufrichtige Frau.
Und ich glaubte noch mehr.
Ich glaubte ich hätte in Dir eine Frau
die mit mir durchs Leben geht
als meine Gefährtin.
Als seien wir füreinander bestimmt.
Für immer und ewig,
so als wären wir verheiratet.
Gott sei Dank sind wir es nicht.
Und Gott sei Dank haben wir keine Kinder.
Aber alles andere ist für mich eine Katastrophe.
Seit ich klar sehe,
sehe ich Dich auch im rechten Licht.
Es ist zwar grellhell,
aber die Wahrheit ist ans Licht gekommen.
Was Du mir als Wahrheiten präsentiert hast,
waren Taschenspielereien,
Flunkereien,
Vortäuschungen falscher Tatsachen –,
was Du mir präsentiert hast
waren nackte Lügen!
Pfui, wie konnte ich all dies glauben!
Pfui,
wie war ich naiv
und vertraute Deinen Machenschaften,
die Du als Zuvorkommenheiten mir anbotest.
Ich wollte nicht all das glauben
was mir nach und nach
von unseren gemeinsamen Freunden
geflüstert wurde.
Ich habe Dich die ganze Zeit über
in Schutz genommen
und gesagt,
das stimme alles nicht,
oder es sei maßlos
und unverschämt übertrieben.
Doch irgendwann bröckelte
mein fester Glaube an Dich
und ich hinterfragte.
Ich dachte nach, ich schaute genauer hin –,
ich hörte genauer hin!
Ich steckte meine Nase in einige Dinge –
die mich zwar nicht direkt etwas angingen,
die mir aber Klarheiten verschafften.
Und eines guten Tages war es soweit:
Ich sah absolut klar!
Und jetzt – jetzt hält mich nichts mehr zurück!
Ich verlasse Dich nicht nur,
nein,
ich sage Dir zuvor noch
was ich jetzt für Dich empfinde:
Einen Ekel empfinde ich.
Wenn ich bedenke wie Du mich zu Anfang schon
mit Deinen dicken Titten betrogen hast –,
die UNECHT waren,
mit erbärmlichen wabbeligen Plastikimplantaten!
Die Dein schöner Schönheitschirurg-Freund Georg
Dir so gut gemacht hat,
daß ich Schaf das erst
ein halbes Jahr später entdeckt
und erfahren habe.
Und Deine Botox-Wulstlippen,
pfui Spinne,
ich schäme mich für mich,
daß ich vorgab,
sie schön zu finden.
Was bist Du schon für eine Schönheit…
Weist Du was Du jetzt für eine Schönheit
für mich bist?
Ein Exkrement bist Du für mich!
Ein Scheißhaufen, Du bist Kot,
ein Kuhfladen,
ein fallengelassener Pferdeapfel –,
ja, Hundescheiße bist Du für mich!
Du Fäkalie, Du Unflat,
Du Auswurf,
Du Sputum!
Du bist nur etwas Ausgeschissenes!
Dein ganzer Körper,
Dein Geist,
Deine ganze Person –
ist nichts als eine einzige Kloake!