Sehen
Auch mal dran
Wenn man selbst elend ist, wenn man sich selbst elend fühlt – in der Liebe – ja, in der Liebe! Na was denn dann? Wenn der erste Schritt, den man für gewöhnlich gemacht hat, um das in die Gänge zu kriegen, worauf das Ganze zugeht, von einem selbst nicht mehr gehen will, weil man körperlich – und zugleich auch ein wenig psychisch – einfach nicht in der Lage ist… Ja was dann? Wollt ihr´s hören? Ganz einfach, dann ist einfach mal die Liebste an der Reihe, den ersten Schritt zu gehen, Initiative zu ergreifen, auch mal einige erotische Ideen einfließen zu lassen. Punkt. Wo ist das Problem? Zumal wir Männer uns doch gerne auch mal genüßlich zurücklehnen möchten, um uns erotisch verwöhnen zu lassen: „Come on Baby, tu es, besorg´s mir, mach es, ja tiefer…“ – Und so weiter. Ich will damit sagen, daß, dies hier, was ich gerade berichte, letzte Woche tatsächlich passiert ist. Aber hört einfach weiter zu. Ich hab´s meiner Liebsten natürlich gesteckt, daß ich an diesem Tag so elend von der Arbeit war, so hinfällig, aber nach dem Abendessen und nach der dritten Zigarette bei einem Bierchen, da wurde irgendwie doch noch geil. Und ja, ich druckste dann irgendwie so rum, vonwegen wie wäre es bei ihr, ob sie auch so geil geworden wäre und so. Ja, meinte sie, das schon. Dann mach doch mal. Hä? Und dann begann eine kleine Auseinandersetzung. Bei der ich ihr mein Hauptargument… also wie schon gesagt, elend von der Arbeit, erstmal so schlapp gefühlt und heute könne sie doch mal das Heft in die Hand nehmen. Das war der Moment, als uns beiden aufging, das wir das, in dieser Form – also so ganz offiziell und unter „Absprache“ – noch niemals unternommen hatten. Wir saßen auf dem Sofa, waren beide geil, ich noch elend und schlapp, und sie nur geil – und da fingen wir plötzlich ganz kindisch an zu lachen. Stellt euch vor, wir sind seit 27 Jahren verheiratet, haben aber regelmäßig Sex wie zu Anfangszeiten. Vielleicht nicht ganz so oft, vielleicht nicht ganz so ausgiebig, aber das soll uns erst mal ein Paar nachmachen. Gut denn. Sie hatte es verstanden und traf Vorkehrungen. Das heißt, ich sollte mich schonmal ausziehen und in Position stellen. Was für ne Position, fragte ich sie. Also wenn ich die Führung übernehmen soll, dann bestimme ich die Grundposition und die ist heute Doggystyle. Ob ich da schonmal gehört hätte. Aber natürlich Schatzi, für wen hälst du mich? Na dann mal los, die nächsten Anweisungen kommen nach. Dabei zog sie sich ebenso nackt aus wie ich – ohne Dessous, ohne sonstigen Firlefanz, einfach nur nackt und bloß. Dann positionierte sie sich auch auf allen Vieren, mit ihrem ausladenden Gesäß direkt vor meinem leicht erigierten… „Jetzt in den Arsch und unter drastischen Schlägen mit deiner Hand auf meine dicken Backen!“ Glaubt ihr´s? Haben wir in der Form noch nie gemacht, aber ich fand es ebenso geil. Es hielt ne ganze lange Weile an, bis wir –, sie zuerst, und ich knapp danach – gekommen waren. Hey dachte ich, das war ja mal was… Aber habt ihr was gemerkt? Vonwegen Aktiv/passiv. Wo ich an diesem Tag doch so elend war von der Arbeit, mich einfach mal zurücklehnen… mich bedienen… und so weiter… Ist ja dann doch wieder anders gekommen – also ich mußte wie immer aktiv… nach Vorgabe… – obwohl es obergeil war…