Sehen

auf feucht gehauchte lippen

Ferdinand Freiherr von der Ferne

da waren ihre nackten füße
die am strand von siziliens nordküste
majestätisch im sand dahergingen
und sie war sich dessen bewußt
daß sie aufsehen erregte
ja doch sie wollte es so

und weiterschritt sie
auf die lagune zu
und mit blick
auf das türkisfarbene meer
rief sie hinaus
daß es ihr gutginge
in ihrem leben

sie sei so gerne nackt
in der sonne
und ebenso gern
im meereswasser
das sie spüre
wie die liebkosungen eines mannes
der ihr wohltut

gleichgültig ob sie ihn behält
oder ob sie ihn weiterreicht
an eine ihrer freundinnen
die sie auch gern in anspruch nimmt
für liebesakte

ja doch mit frauen verkehren liebt sie
beinahe noch lieber
als mit männern
die immer mehr an sich denken
bei liebesakten

und wenn sie damit fertig sind
sind sie andere wesen
als zuvor
ja so dachte sie
und so wußte sie es einzurichten

daß sie sich doch mehr an frauen hält
wie etwa an die zwillinge
die sie schon von jung auf kennt
mit ihnen von jung auf befreundet ist
und dann ein paar jahre später
intim mit ihnen wurde

ja sie waren so hellhäutig
so warm
und so schlank
mit ihren kleinen brüsten

und wie sie sich dann später beide
ihre scham enthaarten
waren sie vollendet
in ihrer körperlichen schönheit
ja unbedingt

und sie liebte beide
wie kaum eine andere ihrer freundinnen
geschweige denn wie einige männer
die sie ja auch mochte
und hin und wieder zu liebesspielen nahm

jedoch diese zwillinge
waren vollendete liebhaberinnen
und zu nahezu jeder zeit bereit
mit ihr intim zu werden

und zu dritt war das liebesspiel
das sie so gern
in ihrem großen schlafzimmer
mit ihnen spielte

das durch ein großes offenes feuer
im kamin stets aufgeheizt war
wie ihre sinnlichen begierden

die sich dadurch offenbarten
indem sie die zwillinge
eine nach der anderen
zunächst mit ihrer zunge
in ihren spalten naß leckte

und die zwillinge mußten sie daraufhin ebenso
mit ihren zungen
dann jedoch simultan
in ihre spalte
und in die andere runde dunkle öffnung lecken

bis ein jeglicher überschwang stattfand
und erst dann wurde es ruhiger
und zärtlicher

und küsse auf brüste
und popos
und münder
und lippen
und zunge
und zungen
und nässe
und triefende mundwinkel
und spreizbeinige ansichten
und versprochene unzüchtige aussichten
und unflätige aussagen folgten

und die tätlichkeiten stiegen
ins unermeßliche auf
bis ihre dreierlei höhepunkte erreicht waren

und es waren vielfältige
und hoch oben schrien alle drei
so lange bis sie nur noch stöhnen konnten

und erst nach vielen weiteren weilen
spürten sie wohliges nachlassen
der erotischen hochgefühle

und ihr nachfühlen war
wie auf feucht gehauchte lippen

und dieses alles ebbte erst
mit vollendeter müdigkeit ab
der endlich in bleiernem süßen schlaf überging

Zugriffe gesamt: 27