Sehen
Aus dem Schulnähkästchen
Manchmal kann ich mich
nur ganz schlecht konzentrieren.
Besonders wenn ich an Sex denke.
An erotische Situationen,
an geile Erinnerungen.
Ich weiß noch,
wie ich der Christine damals
von hinten den Rock hochgehoben habe –
in der Fünften.
Sie hat losgeschrien,
als hätte ich ihr eine reingehauen.
Unser Klassenlehrer, Herr Stein,
hat mir dafür
auch eine saftige Ohrfeige gegeben.
Und die Petze Christine
fand ich danach
nur noch doof.
Dann war da noch
diese Situation im Schullandheim im Sauerland,
in der Siebten –
wo ich mich heimlich
in die große Mädchentoilette versteckt hielt.
Es war morgens vor sieben,
und die Mädchentoilette
war genauso groß wie die Jungstoilette –
so saalartige Räume
mit einer durchgehend langen Reihe
von Wasserhähnen
und durchgehendem Metallbecken
aus Nirostastahl.
Wie in der Jugendherberge.
Und gleich dahinter
waren die Klokabinen.
Ich hockte in einer der Kabinen
und hielt die Tür einen Spalt auf.
Und als die Mädels
alle der Reihe nach
in Hemdchen und Schlüpfer
mit ihren Zahnbürsten und Zahnpasta
eintrudelten
und sich nebeneinander
vor dem langen Blechbecken
die Zähne putzten –
zusammen mit der Gibberei,
die wir Jungs so oberdoof fanden –
da war ich schon ganz aufgeladen.
Das Geschnatter
und die Vergleiche ihrer Figuren,
Gesichter, Haare, Frisuren –
bis hin zu… ja, ihren Busen…
Mindestens drei Mädels
schnatterten immer gleichzeitig –
kaum hatte ein Mädchen mal
die Chance allein sprechen zu können,
ohne daß wieder ein weiteres,
ein drittes dazwischenfunkte.
Und es kam mir so vor,
als wenn keine einer anderen
richtig zuhörte.
Egal, für mich
war es echt geil,
die Mädchen in ihrer Unterwäsche zu sehen
und mir ihr Geschnatter anzuhören.
Und als es um Busen ging,
die verglichen wurden…
da wurde mir natürlich heiß.
Und zwei Jahre später,
in der Neunten –
da waren wir wieder auf einer Klassenfahrt.
Diesmal in Tirol, Österreich.
Ich weiß es eigentlich noch wie heute –
aber ich muß mich erst wieder
angestrengt konzentrieren,
um mich zurückbesinnen zu können.
Ja, da war dann wieder
so ne Situation auf´m Klo.
Diesmal die Lehrer-Toilette für Damen.
Klar, es gab auch eine
für männliche Lehrer.
Und da hockte ich wieder drin.
Denn der Herbert Schulte
hatte etwas Geiles herausgefunden:
Beide Lehrertoiletten waren nebeneinander
und die Wand zwischen Damen-
und Herren-Lehrer-Toilette
war nicht nur relativ dünn,
sondern, in einer der Männerklos
gab es ein: LOCH!!
Ja echt,
das hatte der Herbert, weißgott wie,
herausgefunden.
Natürlich durften wir Jungs da nicht rein,
und jeder Lehrer mußte sich bei Bedarf
den Schlüssel vom Lehrerzimmer
eigens holen.
Herbert war Experte in Sachen „Dietrich“,
und konnte fast jede Tür damit öffnen.
Es waren ja einfache Schlösser
mit alten Bartschlüsseln.
Ja, und der ging dann mal reihum…
Ich bekam ihn dann auch mal.
Es war nach dem Abendessen,
ich öffnete die Lehrerklotür mit dem Dietrich,
schlich mich rein
und hockte mich auf dem Klo
der Kabine mit dem Loch.
Und nicht lange danach
ging die Damenklotür auf
und eine Lehrerin kam
in die Kabine mit dem Loch –
auf Damenseite…
Ich sofort geglotzt:
Wow, es war Frau Heißler,
die Geschichtslehrerin,
die mit dem dicken Busen!
Ja nun, damals in den Siebzigern,
trugen die Damen noch Unterwäsche…
unglaubliches Zeugs…
So hautfarbene Mieder,
hautfarbene Büstenhalter
und hautfarbene Strumpfhosen…
Eigentlich furchtbar.
Und Frau Heißler war ja nun
auch schon gut auf die 50.
Und enorm korpulent.
Aber stellt euch vor,
ich hab sofort einen Steifen gekriegt,
so ging mir die Düse.
Als Frau Heißler
ihren engen Rock
und ihre Strumpfhose mit Schlüpfer
herunterstreifte
und ich diese tollen hautfarbenen Teile gesehen hatte,
und dann noch Teile
ihres dicken nackten Arsches…
Wow!
Und wie dann die Geräusche losgingen…
Also von dem was die Heißler da so abließ…
Ich sag euch…
es war zum Übersprudeln…
– Mehr sag ich jetzt nicht.
(jetzt erinnere ich mich nämlich
wieder ganz genau…)
Ja, auf einmal…