Sehen

Blinddarmentzündung

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Es war Ende Juli 1969 und der arme Michael mußte ins Krankenhaus. Er hatte eine Blinddarmoperation zu erwarten, denn die Diagnose war eindeutig. Also saß er in seinem Einzelkrankenzimmer aufrecht auf seinem Krankenbett, wartete und dachte ein wenig nach. Michael war ein noch junger und sogar hübscher Mann von 29 Jahren. Die ganze Station sprach noch immer von dem Ereignis der Mondlandung am 21. Juli, und Michael konnte dieses Dauerthema schon nicht mehr hören. Doch als die hübsche Schwester Karen in sein Krankenzimmer lachend hereinplatzte, ihr Krankenschwesternhäubchen ein wenig schief auf ihrem Kopf, und ihn fragte, was er dazu sage, daß drei richtige Menschen auf dem Mond spazieren gingen – das wäre doch unglaublich, oder? Wow, was für eine Erscheinung! Michael war wie gelähmt. Er schaute sich Schwester Karen an, die auf ihre kichernd hervorgebrachte Frage noch auf Antwort wartete. „Äh, ja, ist in der Tat irre, diese Vorstellung.“ Und sogleich löste sich die Mimik in Schwester Karens Gesicht und sie ging sofort zum Fachlichen über – überprüfte seine Vitalwerte – Blutdruck, Puls und Fieber. Er hatte schon 39,5 Grad Fieber, das war bös gestiegen, und Schwester Karen meinte, das muß Dr. Schneider sofort erfahren, vielleicht muß seine OP somit schon morgen… Und während sie noch an Miachael rumwerkelte, mußte sie sich dabei auch zu ihm runterbücken, um ihm die Manschette zum Blutdruckmessen anzulegen. 1969 war eine Zeit, da lagen die Krankenschwesterntrachten eng an den Körpern, und je nach Größe der Busen, spannten sich vorn die Knöpfe, zudem war die Kürze der Krankenschwesternkittel der damaligen Mode entsprechend kurz und darunter lugten dann weiße Nylonstrümpfe hervor. Das brachte Michael zum schwitzen, denn Schwester Karen hatte schon einen enormen Busen, und der weiße Büstenhalter war bei diesem großzügigen Ausschnitt, sowas von gut zu sehen, daß Michael unter seiner Bettdecke eine Erektion bekam. Zudem duftete Schwester Karen nach frisch gewaschenen Krankenschwesternkittel und Maiglöckchen. Nach der Blutdruckmessung, beim Puls messen, setzte sich Schwester Karen auf Michaels Bett, schlug dabei das eine Bein über ihr anderes. Ihr Kittel rutschte auffällig nach oben und dabei zeigte sich natürlich sofort das obere Ende ihres rechten Strumpfes und Michael konnte darüber eine kleine Fläche von Schwester Karens Schenkel sehen. Ja, der unterste Knopf ihres Kittels hatte sich gelöst. Aber Schwester Karen hatte offenbar kein Problem damit, sie machte ihre Arbeit weiter, und nach der Pulsmessung war ihre Frage: „Rektal, oder oral?“ Dabei hielt sie ein Fieberthermometer in ihrer Rechten. „Hab Erbarmen oh Herr“, dachte Michael nur, aber er stammelte: „Rektal bitte.“ – „Dann legen sie sich bitte zur Seite, damit ich die Messung vornehmen kann. Schwester Karen tat das, was zu tun war. Zog Michaels Schlafanzugshose herunter und führte das Thermometer in seinen Anus. „Das muß jetzt eine kleine Weile so bleiben, Herr Wagner.“ Und Schwester Karen ging um das Krankenbett herum, um noch einige Dinge zu erledigen wie den Müllbeutel herauszunehmen und einen neuen einzulegen und dergleichen mehr. Bei diesen Verrichtungen konnte Michael in seiner seitlich liegenden Stellung gut beobachten, wie Schwester Karen sich immer wieder mal zu diesem oder jenem runterbücken mußte, und so kam er in den Genuß, unter ihrem kurzen Kittel, nicht nur ihren weißen Schlüpfer zu sehen, sondern auch jedesmal noch das Ende der Strümpfe, die von Strapsenbändern gehalten waren, ansichtig zu werden. Und Teile ihres Schenkelfleisches. Selbstverständlich. Endlich war sie fertig, endlich sog sie ihm das Ding aus dem Hintern und endlich verschwand sie mit einem lächelnden „Bis bald Herr Wagner!“ aus dem Zimmer. War es nur das Fieber? Nein, ganz bestimmt nicht. Für Michael war die Krankenschwester schon immer die ultimative Obsession seiner erotischen Wünsche gewesen. Und jetzt das. So eine Schwester Karen. Die gar nicht wahr hatte, daß er so… Die so ahnungslos ihr Krankenschwesternding durchzog, ohne Rücksicht auf seine männlichen Phantasien. Oder tut sie nur so naiv? Oder weiß sie genau was sie da in mir anrichtet? Michael lag schon auf dem OP-Tisch und die Narkose tat ihre Wirkung, als Schwester Karen ihm dabei einen blies und er ihren Kopf streichelte, seine rechte Hand in ihren Ausschnitt griff, und rein in den Büstenhalter und rein in das Fleisch ihrer Titten – aber er versuchte vergeblich mit seiner Linken noch unter ihren Kittel, den Schlüpfer runter, um seine Finger in ihre feuchte Spalte… nein, das schaffte er leider nicht mehr… aber er war ja eh schon im 7. Himmel…

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