Sehen
Business Class
Es war dieses kleine Ziehen,
als würde jemand daran saugen.
Es kam unverhofft, eben wenn die gewisse Frist um war,
spätestens nach fünf Tagen.
Mit dem Ziehen breitete sich eine Erinnerung in ihrem Gehirn aus,
die Erinnerung an den den plötzlichen Erguss,
der durch ihren Körper sauste,
meist von unten nach oben,
an den unverhofften Seufzer,
der dem voranging,
an die nicht mehr immer erfolgenden Kontraktionen.
Dafür aber war die Welle stärker.
Am allerbesten aber war die Erinnerung an das Danach,
an die kribbelnde Durchblutung in ihrem Unterleib,
in den Eierstöcken,
in ihrer Vagina,
sie streichelte dann gerne ihren Unterbauch
und machte mit ihren inneren Muskeln saugende Bewegungen.
In diesen Momenten hatte sie jedes Mal Sehnsucht
nach einem prallen Schwanz,
der in sie eindringen
und sie mit Feuchtigkeit vollpumpen würde.
An diesem Tag hatte das Ziehen wieder eingesetzt.
Doch es war keine Zeit mehr,
nicht einmal für die sieben Minuten,
die sie im besten Falle bis zum Höhepunkt brauchte.
Sie musste zum Flughafen,
das Taxi wartete schon,
es zog und zog,
aber um es explodieren zu lassen,
würde sie etwas hineinstecken müssen.
Das ging nicht im Taxi,
obwohl der Weg lang war
und die Zeit gereicht hätte.
Am Flughafen eilte sie zum Check In,
gab ihren Koffer ab
und eilte zum Gate.
Dort waren schon alle Passagiere verschwunden,
das Boarding hatte schon stattgefunden.
Eine Dame in Airline Uniform erwartete die verspätete Passagierin
und geleitete sie zum Gang ins Flugzeug,
wo sie sich in einen auffallend bequemen Sitz fallen ließ.
Er war blau und gepolstert
und richtig breit.
Wenn sie sich zurücklehnte,
klappte das Fußteil quasi automatisch aus.
Kaum lag sie relaxt da erschien ein junger Servicemitarbeiter,
der sie fragte,
ob sie einen Champagner möchte.
Das musste wohl alles ein Traum sein,
einen solchen Empfang hatte sie noch auf keinem Flug genossen.
Man hatte ihr ein Upgrade gegönnt.
Der Start verlief glatt,
sie war schon beschwipst,
als das Menü serviert wurde.
Nach dem Dessert nahm sie die bereit liegende Decke
und breitete sie über sich aus.
„Sehr bequem, nicht wahr?“
hörte sie eine tiefe männliche Stimme von nebenan.
Ein schwarzhaariger Mann mit spanischem Akzent schaute sie an,
er war vermutlich Argentinier
und auf dem Weg in die Heimat.
Das Ziehen machte sich bemerkbar.
Sie prosteten sich zu,
er hatte einen Whiskey in der Hand.
Nachdem die Reiseflughöhe erreicht war,
stand er auf uns setzte sich zu ihr auf ihr breites Liegepolster.
Es hatte reichlich Platz.
Der Servicemitarbeiter schaute diskret weg.
Es musste ihr Atem gewesen sein,
der ihn ermutigt hatte,
seinen Finger unter die Decke
und zwischen ihre Beine zu bringen.
Er schlüpfte leicht und glitschig in sie hinein,
sie dirigierte ihn ein wenig
und fand das Gefühl,
in atemberaubender Geschwindigkeit durch die Luft zu fliegen,
besonders anregend.
Die Lebensgefahr, die sie quasi begleitete,
schoss Blut durch ihre Adern,
das schöne Gesicht des Mannes direkt neben sich,
atmete sie ihm ins Gesicht.
Sie schaffte es, nicht laut zu seufzen.
Dann wollte sie ihn,
in sich.
Doch bei aller Diskretion,
das war unmöglich.
Sie packte seinen harten Schwanz
und schloss die Augen.
Während sie ihn schnell zum Explodieren brachte,
stellte sie sich vor,
er sei in ihr.
Die blaue Decke bewegte sich verdächtig auf und ab.
Im Anschluss bestellten sie noch zwei Drinks,
die der diskrete Servicemann ohne Kommentar brachte.
Sie kuschelten und schliefen auf dem Weg nach Buenos Aires,
er lud sie in ihr Ohr flüsternd zu sich nach Hause ein.
Plötzlich jedoch riss eine Stewardess die Decke weg
und entdeckte die Halbnackten.
Am Flughafen in Argentinien wurden beide festgenommen.
Leider wartete auf den verheirateten Mann schon seine Familie.
Für sie hatte sich der Flug indes gelohnt.
Für die nächsten Jahre hatte sie die passende Fantasie
für die Behandlung ihres Ziehens.