Sehen
Das Recht des Mannes auf seinen analen Orgasmus
Jeder anständige heterosexuelle Mann
hat ein spezielles erotisches Anliegen.
Er möchte seinen prallen Phallus
in den Anus seiner aktuellen Partnerin
quetschen.
Der Mokkastich ist sozusagen
eine permanent fixe Idee
des maskulinen Geschlechtes.
Und gesegnet sind die Herren,
die regelmäßig den Po
ihrer Freundin dübeln dürfen.
Mittlerweile hat sich ja auch
bei Frauen herumgesprochen,
dass diese Art des sexuellen Verkehres
beiden Beteiligten großen Spaß machen kann.
Vor allen Dingen,
weil die Gefahr einer ungeplanten Schwangerschaft
bei NULL liegt.
Wir klammern jetzt mal aus,
dass der Göttergatte den Steppnahtfick praktiziert
und abwechselnd beide Eingänge beglückt.
Ja, da kommt geiler Glanz
in die Augen jedes Mannes
und er preist Gott dafür,
dass er diese verbotene Pforte
betreten darf.
Und die praktizierenden Katholiken
freuen sich gleich doppelt,
weil der Pfarrer bei der nächsten Beichte
abkotzt.
„Hochwürden, ich habe gesündigt!“
„Hast Du unkeusche Dinge getan?“
„Ja, mit meiner Frau.“
„Mit der eigenen Frau ist es keine Sünde.
Der geschlechtliche Verkehr in der Ehe
hat den Segen der Kirche
und Du versündigst Dich nicht vor Gott. “
„Gilt das auch für den Po?“
„Wie, Du hast mit Deiner Frau
anal verkehrt?“
„Ja.“
„Oh, dann hast Du gesündigt.
Der anale Verkehr ist verkehrt.
Hast Du etwa auch Deinen Samen
in sie abgespritzt?“
„Ja und uns beiden hat es Spaß gemacht.“
„Oh, für diese Sünde gibt es
als Buße zehn Ave Maria
und ich spreche Dich von Deinen Sünden los.“
Worauf der Mann nach Hause fährt,
seine Frau gleich noch mal
von hinten knallt
und dabei zwanzig Ave Maria aufsagt,
damit er nicht so schnell kommt.
Während der geil gewordene Priester sich
auf Klo Erleichterung verschafft
und in seiner Phantasie
den breiten Arsch seiner Haushälterin vögelt.
Der Herr vergibt in seiner Barmherzigkeit
ja auch das.
Doch was geschieht,
wenn die Dame beim lockeren Hodenlecken
den Daumen in die Rosette des Mannes stößt?
Beim überwiegenden Teil aller Hetero-Männer
treten erst die Augen zehn Zentimeter
aus den Augenhöhlen heraus
und dann fangen sie an zu kreischen.
Selbst größte Machos mit kompletter Brustbehaarung
rutschen stimmlich drei Tonlagen höher
und brüllen tuntig:
„Igitt, ich bin nicht schwul!“
Dabei fuchteln sie wild
mit den Armen rum,
dass jede Drag-Queen neidisch wird
und finden nur langsam
ihr seelisches Gleichgewicht wieder.
Die erotisch erfahrenen Genießer
unter den Heteros schnalzen hingegen
mit der Zunge
und drücken ihre Prostata
gegen den frechen Eindringling.
Die Prostata, das männliche Gegenstück
zum G-Punkt,
bedankt sich für diese Stimulanz
mit einem fetten Superorgasmus
und einer verstärkten Kontraktion
bei der Ejakulation.
Ein Mann kann ungelogen
seinen Samen der Frau
durch den geöffneten Mund
bis in die Magengrube spritzen.
Bitte schön,
was soll daran schwul sein?
Eine Frau gilt ja auch nicht als Lesbe,
nur weil sie sich gerne durchlecken lässt.
Aus diesem Grund, liebe Hetero-Männer,
es ist nicht verkehrt
sich ab und zu den Finger
in den Po zu stecken
und sich ein bisschen anal anzuheizen.
Schon Larry Flint – der Pornokönig –
stellte fest
„Blasen, Finger im Arsch
und dabei ´ne gute Zigarre
- das ist für mich das Paradies!“
Es gibt ein Recht des Hetero-Mannes,
sich von seiner Liebsten
in den siebten Prostata-Himmel vögeln zu lassen.
Die katholische Kirche hat dagegen nichts einzuwenden.
„Hochwürden, ich habe gesündigt!“
„Hast Du unkeusche Dinge getan?“
„Ja, meine Frau hat mich
beim ehelichen Verkehr
mit dem Finger im Anus stimuliert.“
„Konntest Du besser abspritzen,
kam mehr Samen heraus?“
„Ja, Hochwürden.
Ich war auf meine Frau geil,
wie lange nicht.
Ich habe sie förmlich überflutet.“
„Dann, mein Sohn,
war es auch keine Sünde!
Der Herrgott liebt alles,
was dazu dient,
leichter Kinder zu zeugen.“
„Aber ich dachte,
weil es der Hintern ist.“
„Hast du etwa dabei an Männer gedacht?“
„Nein, nur an meine Frau.“
„Dann bist Du auch nicht schwul
und alles ist gut.
Übrigens ein kleiner Tipp.
Es gibt Cook-Ringe mit Prostata-Korken.
Den führst du Dir hinten ein
wie ein Zäpfchen
und dein Orgasmus wird für dich
der Himmel auf Erden sein.“
Und unser Priester wird wissend
in sich hineinlächeln.
Tja, und nun dürfen sie sich entscheiden.
Sind sie scharf auf den Superorgasmus
mit dem Segen der Kirche
oder bleibt es beim halben Vergnügen?
Wenn sie noch unschlüssig sind,
dann fragen sie ruhig
ihren Pastor oder örtlichen Diakon.
Amen.