Sehen

Das Sofa - Herr Bohle und Karl

Tom Thomson

Der Klavierlehrer ist mal wieder im Haus. Ich weiß jetzt auch, wie er heißt: Karl. Schwarze Haare, Sommersprossen, stramme Schenkel und ein strammer Hintern. 25 Jahre alt, schätze ich. Aber Frau Bohle ist nicht da. Ich ahne, was gleich hier passieren wird. Er sitzt am Klavier, spielt und Herr Bohle kommt herein mit Champagner und bietet Karl ein Glas an. Sie prosten einander zu und Herr Bohle bockt sich über das Klavier und fängt den jungen Karl an zu küssen. Er beißt ihn in die Schulter, ins Genick und steckt ihm tief seine Zunge in den Mund. Ich muss sagen, dass ich selten ein schwules Paar so attraktiv fand. Ich weiß ja, dass beide auch auf Frauen stehen, aber jetzt sind sie ganz für sich alleine da, ohne Frau. Und dann zieht er Karl aus, nimmt sich den dicken Schwanz und schiebt ihn sich in seinen Mund. Und er bläst hingebungsvoll, während er mit dem Finger, den er sich zwischendurch ein bisschen anfeuchten lässt von Karl, Karl in die Rosette schiebt. Karl steht noch am Klavier und hält sich oben am Holz fest, während Herr Bohle vor ihm kniet und ihm hingebungsvoll die Nudel lutscht und dann den Sack und dann mit der Zunge hinein ins Arschloch, was schon leicht angefeuchtet ist. Und der Junge streckt den Arsch nach hinten und ich weiß, gleich wird er von Herrn Bohle so richtig durchgeritten. Und es scheint ihm Spaß zu machen, denn er stöhnt laut und tief und Herr Bohle fragt ihn die ganze Zeit, ob er gerne in den Arsch gefickt wird. Und der Junge lacht dreckig auf und stößt mit seinem Hintern gegen die Hüfte von Herrn Bohle. Ja, ich glaube, der Junge macht das nicht zum ersten Mal und ich kann mir sogar vorstellen, dass er das eine oder andere Mal es auch für Geld getan hat, falls es nicht heute wieder so ist und er nur pro forma sein Geld als Hauslehrer erhält. Ja, ja, so sind die Bohles. Reich und immer auf den guten Ruf bedacht, weshalb man es zwar ordentlich krachen lässt, aber immer so, dass nach außen hin der Schein gewahrt bleibt. Die feine Gesellschaft erwartet so etwas. Man darf alles machen, man darf sich nur nicht erwischen lassen. Ich schaue zu, wie die beiden sich miteinander vergnügen und warte darauf, dass sie sich auf mich begeben, um dem ganzen Spiel ein Ende zu bereiten. Aber heute werde ich enttäuscht und sie bleiben am Klavier stehen. Und dann frage ich mich, vielleicht ist das Klavier ja auch eine verzauberte Person. Ich glaube, ich sollte Rami dazu einmal fragen. Vielleicht weiß er ja etwas Genaueres.

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