Sehen
Der Schulaufsatz
Torsten Klein,
(förderbedürftige Rechtschreibschwäche)
Klasse 5b,
Fach Deutsch,
Aufsatz,
Thema:
„Eine Geschichte in der Nacht“
Da wo ich wach wurde
war mitte Nacht.
Ich wolte trinken gehn
und bin aus den Kindazimer
in den flur entlank
zu Küche
an den Kran
Wasser trinken.
Auf den zurükweg an das Elterschlafzimer vobei
hör ich Mama stönen.
Mama tut was we
hab ich gedacht.
Die tür war angelent
und da seh ich Papa
auf Mama ligen
und ima so wütent
mit mama hin und her machen.
Und da bin ich ganz na
an das Bett von Mama und Papa gegangen
und hab geschrin
las Mama los
tu Mama nicht so fiel we!
Und da ist Papa aber wütent
auf mich geworden
und wolte mich paken
und ist aus den Bet raus
und hat dabei die Betdeke aufgemacht
und ich hab gesehn
wie Mama und Papa nix anhaten.
Papa war schon na bei mir
und hat mir ersma
eine saftige Bakfeife gegeben
und ich hab geschrien
und Mama auch
aber den Papa angeschrien
hat Mama nicht mich.
Mama gink dann auch
aus den Bett
und komisch wie Mama aussa
one was an.
Papa hat weiter geschrien
und Mama hat sich
ein Nachthemd angezogen.
Papa hat nich aufgehört
mit schreien
und war immer noch nich angezogen.
Papa sa ausgezogen
mer komisch aus wie Mama.
Ich mochte das ales nich.
Dann hat Mama mich zurük
im Bet gebracht
und gute nacht gesacht
und beim wach werden
denk ich wider dran
und beim Kakau trinken
am tisch frage ich Mama
weil Papa auf die arbeit is
ob ihr noch was weh tut.
Mama sagt dann mer mals
ales gut
und ich bin beruicht.
Aber Papa habe ich lengere zeit
nicht mer mit gespilt.
Ich wolte der solte bei Mama entschuldign
was ich aber nich gesen hab
und Mama sagt aber Papa hat das gemacht.
So war dann ales wider gut geworden.
Das war die geschichte in der nacht
von Torsten Klein
Zensierung der Klassenlehrerin,
Frau Nolte:
„Mangelhaft! – Torsten,
Du hast zu viele Fehler
in Deinem Aufsatz!
Und die Geschichte ist gar nicht schön.
Die können wir Deinen Eltern leider
mit diesen vielen Fehlern nicht zeigen.
Du bekommst noch eine Chance,
wenn Du eine neue, andere Nacht-Geschichte schreibst,
mit weniger Fehlern!“