Sehen

Die Visite

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Jetzt erstmal den Notruf.
Die Tür öffnet sich
nach wenigen Augenblicken
und eine Krankenschwester
betritt das Krankenzimmer.
Herr Krause hat den Notruf
natürlich bewußt betätigt.
Er hat ein Bedürfnis.
Ein dringendes.
„Schwester Klara, machen Sie schon,
ich bin schon ganz…“
– „Aber Herr Krause,
ich bin doch schon zur Stelle,
was haben Sie denn jetzt
für ein Bedürfnis?“
– „Ich möchte Sie anschauen.“
– „Na dann schauen Sie.“
– Schwester Klara ist eine
von den Krankenschwestern,
die man gut und gerne
eine dralle Attraktive nennen würde.
Schwarzes langes Haar,
ein verschlagenes forderndes,
aber schönes Gesicht,
üppige Formen der Figur
– Hüften, Gesäß, Schenkel
und vor allem Brüste.
Ansonsten alles blütenweiß:
Kittel, Schuhe, Strümpfe,
Schuhe und Häubchen.
Das gefällt Herrn Krause,
wie er da so liegt
in seinem Krankenbett.
– „Öffnen Sie bitte
ihren Kittel.“
– „Aber Herr Krause,
das geht doch nicht!“,
empört sich Schwester Klara.
– „Ich will es so.“
– „Na schön.“
– Schwester Klara öffnet vorn
ihren schneeweißen Kittel
und läßt schneeweiße Unterwäsche
sichtbar werden.
Spitzen-BH, Spitzen-Slip
und halterlose weiße Strümpfe.
Das gefällt Herrn Krause.
– „Drehen Sie sich bitte um.“
– „Aber Herr Krause…!
Na schön.“
– „Jetzt nach vorn bücken,
bitte! Tiefer!“
– „Aber…“
– „Ich möchte Sie anfassen.“
– „Bitteschön.“
– Herr Krause zieht Schwester Klara
den Slip herunter,
streichelt ihren Po,
und fährt dann mit seinen Fingern
abwechselnd in die zwei Körperöffnungen
Schwester Klaras.
Schwester Klara stöhnt auf.
Dann bedeutet er ihr
sich zu ihm auf den Bettrand
zu setzen
und macht sich daran,
den Verschluß ihres BHs zu öffnen.
Und zack fällt er auch schon herab.
Herr Krause bemächtigt sich nun
von hinten der großen Brüste
von Schwester Klara
und sie stöhnt jetzt lustvoll auf.
– „Umdrehen, Gesicht zu mir!“
– „Aber Herr Krause…!“
– „Was ist, kennen Sie nicht mehr
die Abfolge?“
– „Aber natürlich Herr Krause…
Was kann ich sonst noch
für Sie tun Herr Krause?“
– „Sie können mir einen blasen!“
– „Und als Schwester Klara
in der Folge dem Wunsch
Herrn Krauses gemäß,
besagte Tätigkeit ausdauernd verrichtet,
vergehen etwa fünf Minuten,
da geht die Tür auf
und der Chefarzt Prof. Dr. Keller
mit Gefolge betritt das Krankenzimmer.
Oh je, Schwester Klara hatte es
offensichtlich versäumt,
die Tür abzuschließen!
– Nun, die Situation war nicht
besonders überraschend für Chefarzt
Prof. Dr. Keller und Gefolge.
Eine Ausnahme bildete die neue junge Ärztin
Frau Dr. Anja Heine,
die dieses Phänomen noch nicht kannte.
Die Visitengruppe hatte sich versehentlich
in der Etage geirrt,
die völlig identisch aussehen,
nur die Türen sind statt der 8ter Nummern
mit 9er Nummern beziffert.
Und was da im letzten Zimmer
in der neunten am Fenster links
vor sich geht,
wurde Dr. Anja Heine später
erklärbar gemacht:
Daß nämlich allwöchentlich Herr Krause,
ein steinreicher Unternehmer,
in diesem speziellen Zimmer,
seinen frivolen Spielchen mit einer bezahlten Sexarbeiterin nachgeht,
und Herr Krause mit seinem Einfluß
im Vorstand des gesamten Krankenhauskomplexes,
und seinen finanziellen Zuschüssen
die er fortdauernd leistet,
hierfür in einer Art von stillschweigendem Einvernehmen
mit der Krankenhaus-Verwaltungsleitung steht.

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