Sehen
Du willst es doch auch
Ich sitze an der Bar
und nippe an meinem Gin Tonic.
Er leuchtet im Schwarzlicht
des Swingerclubs und schmeckt gut,
besonders da ich davon
so viel trinken kann
wie ich mag.
Frau im Swingerclub,
das ist wie Politiker
im Promirestaurant –
man wird hofiert und ausgehalten,
denn hier zählt die Frau
noch was.
Sie ist das begehrte Produkt
der zahlenden Masse,
der Männer.
Ich bin schon ein Weilchen hier
und ich denke, dies ist
mein dritter Gin Tonic,
aber sicher bin ich mir nicht.
Der Typ mit dem lockeren Handtuch
um die Hüfte,
der sich mir gerade vorstellt,
ist aber definitiv der siebte.
Ich habe mitgezählt.
Leider war keiner davon mein Geschmack.
Ich weiß nicht, warum.
Äußerlich waren die meisten
gar nicht mal schlecht,
aber es kommt eben darauf an,
wie sie mich ansprechen.
Ich hab da keine Vorgaben,
aber entweder es kribbelt bei mir
oder es kribbelt nicht.
Ich vertröste den Handtuch-Mann
auf später,
trinke aus und bestelle
noch einen Drink,
da kribbelt es.
Ein Neuzugang ist durch die Tür getreten.
Und der braucht nicht mal
etwas zu sagen,
um mich anzutörnen.
Es ist diese seltene Mischung
aus Hilflosigkeit und Geilheit,
die ganz neue Töne in mir
zum Klingen bringt.
Plötzlich ist meine Opferhaltung weg,
die typisch weibliche Passivität,
die abwartet und dann
aus Angeboten auswählt.
Jetzt drehe ich den Spieß mal um.
Der Junge sieht aus,
als sei er zum ersten Mal hier
und seine Augen glänzen verdächtig.
Er hat entweder gekifft
oder schon einige Bierchen intus.
Seine Widerstandsfähigkeit wird jedenfalls
nicht mehr allzu groß sein,
vermute ich
und erhebe meinen neuen Gin Tonic
in seine Richtung,
setze ein lockendes Lächeln auf
und proste ihm zu,
eine Nutte könnte es nicht besser machen.
Ein magisches Band zieht ihn
zu mir hin
und ich frage ihn,
was er trinken möchte.
Einen Whiskey Cola vielleicht?
Er sagt nicht Nein
und nicht Ja,
also bekommt er ihn
und wir stoßen an.
Der Neuling spricht nicht viel,
aber in seinem Hirn scheint es zu rattern.
Zwischen meinen Beinen wird es nun
immer feuchter
und jemand scheint ein Seil
an meine Klit gebunden zu haben,
so zieht sie.
Ich kippe meinen Drink
ziemlich eilig hinunter,
auch der Neuling trinkt
einen großen Schluck.
Dann nehme ich seine Hand
und ziehe ihn ins Dunkel
der Matratzen,
auf denen schon allerhand los ist.
Er zögert etwas,
war garantiert wirklich noch nie
in so einem Schuppen,
aber er hat keine Chance.
Ich lege mich auf einen freien Platz,
und er kniet sich sofort hin,
um seine Zunge in meine Muschi zu schieben.
Das macht er gut
und trotz des Getümmels
werde ich richtig geil
und er offensichtlich auch.
Da versucht er,
an mein Arschloch zu gelangen.
Anscheinend leckt er da auch gerne.
Mit ist allerdings gerade nicht danach,
also schiebe ich seinen Kopf geschickt
zu meiner Nachbarin,
einer Dicken,
die gerade auf dem Bauch liegt
und ihr kleines Loch darbietet.
Der Neuling landet mit seiner Zunge dort,
scheint ihm aber nicht zu schmecken,
er dreht sich etwas angewidert weg.
Ich überlasse den Armen seinem Schicksal,
gehe wieder zur Bar
und bestelle mir noch einen Gin Tonic.
Meine Eierstöcke vibrieren fröhlich
in Erinnerung an den eben erlebten Orgasmus.