Sehen
eine verständliche & erotische Angst
Sie kniete vor mir,
die Knie auf dem abgewetzten Teppich,
der nach alten Zigaretten und billigem Parfüm roch.
Ihre Lippen –
weich, warm, rot wie frisches Blut –
schlossen sich um meinen Schwanz,
als wäre er das Einzige,
was sie in diesem Moment existierte.
Langsam, fast andächtig
glitt sie hinunter,
bis ich ihre Kehle spürte,
ein leises Würgen,
das sie mit einem zufriedenen Summen quittierte.
Ihre Zunge tanzte über die Eichel,
kreiste, leckte, saugte,
als wollte sie jeden Tropfen Vorsaft
als wäre er ihr Lebenselixier.
Ich stöhnte,
vergrub die Finger in ihren Haaren,
zog sie näher, tiefer,
verlor mich in diesem feuchten, heißen Paradies.
Dann kam der Biss.
Nicht fest. Noch nicht.
Nur ein spielerisches Knabbern,
ein Zähnekratzen entlang des Schafts,
das mich gleichzeitig erschauern und erstarren ließ.
Ihre Augen blickten zu mir hoch –
unschuldig, fast kindlich –
während ihre Zähne sich ein wenig fester schlossen.
Ein Warnsignal.
Ein Versprechen.
Ich spürte es:
den winzigen Druck,
der sagte:
Ich könnte. Jetzt. Einfach zubeißen.
Durchtrennen. Dich verstümmeln. Dich zum Schreien bringen.
Mein Herz hämmerte.
Der Lustrausch kippte in Panik.
Jeder Nerv in meinem Körper schrie:
Weg! Raus!
Aber ich konnte nicht.
Ihr Blick hielt mich fest,
ein sadistisches Lächeln um die Mundwinkel,
während sie weitermachte, als wäre nichts gewesen.
Saugte. Leckerte. Nagte.
Wieder. Und wieder.
Die Angst mischte sich mit der Geilheit,
wurde zu einem giftig-süßen Adrenalin,
das durch meine Adern jagte.
Ich war hart wie nie,
pulsierte in ihrem Mund,
und gleichzeitig hatte ich Todesangst.
Was, wenn sie heute keine Lust mehr auf Spielchen hatte?
Wenn sie genug hatte von meinen Stöhnen, meinen Händen, meinem verdammten Ego?
Wenn sie einfach die Zähne zusammenpresste
und mich zum Krüppel machte?
Sie spürte es.
Natürlich spürte sie es.
Ihre Zunge wurde langsamer, fast zärtlich,
während ihre Zähne sich millimetrisch fester schlossen.
Ein letztes Mal.
Ein Test.
Ich keuchte,
zog an ihren Haaren –
nicht mehr fordernd, sondern flehend.
Sie lachte leise,
vibrierend um meinen Schwanz herum,
ließ mich los,
nur um dann mit einem einzigen, harten Biss –
nicht durch, aber verdammt nah dran –
die Grenze zu markieren.
Ich kam.
Heftig. Spritzend.
In ihrem Mund,
während die Angst mich durchflutete wie Eiswasser.
Sie schluckte,
wischte sich den Mund ab,
lächelte süß.
„Keine Sorge“, flüsterte sie
und küsste die pochende Eichel,
„heute nicht.“
Heute nicht.
Aber morgen?
Ich werde wiederkommen.
Natürlich werde ich das.
Weil die Angst geiler ist als jeder Orgasmus.
Weil ich weiß, dass sie es könnte.
Und weil ich will, dass sie es fast tut.