Sehen

Eines Sonntagabends in Schloß Linderhof

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Während
der Schloßführung in Schloß Linderhof im Ettal,
hatte Nicole beim Schlafgemach Ludwigs des
Zweiten eine Eingebung: Angesichts des riesigen
Bettes König Ludwigs,
in seiner Symbolfarbe Blau,
und seinem aufwändig gearbeiteten Baldachin,
worüber Engel schweben,
die die bayerische Krone emporhalten,
dachte sie daran,
wie es wohl wäre,
mit einem Mann darin eine Nummer
zu schieben.

Sie schaute sich
die Männer
der Gruppe an,
die
die Führung mit glänzenden Augen
und mit ehrfürchtigem Staunen mitmachten.

Allesamt spießige Männchen mit ihren jeweils
spießigen Weibchen,
und teils ein paar Bälger dabei.

Das erkannte sie auf einen Blick.

Aber der Mann der die Führung leitete,
und sich locker
als Thomas vorstellte
und geduzt werden wollte,
war ein junger stattlicher Bayer,
der gut aussah
und gar nicht spießig gekleidet war.

Er wirkte lässig und cool.

Während
der Führung stellte Nicole dem Museumsführer
Thomas immer wieder ein paar Fragen,
die Nicole für klug hielt,
doch Thomas mußte insgeheim,
ob der naiven,
dümmlichen Fragen für sich lächeln,
aber ihm fiel Nicole
als attraktive Einzeldame auf,
die sich aus der gesamten Besichtigungsgruppe hervortat.

Und irgendwie wirkte sie auch nuttig,
aber
das spornte ihn nur noch mehr an

denn er fand sie ausnehmend attraktiv.

Am Ende der Führung,
als alle Besucher gegangen waren,
stand Nicole noch bei Thomas
und stellte weitere lustige Fragen: „Ist
das wirklich
das Originalbett von König Ludwig,
in dem er wirklich geschlafen hat?“


„Oh ja,
Madame,
das stimmt.“


„Und hat seitdem jemand darin geschlafen?“


„Oh nein,
Madame,
das sicher nicht.“


„Und könnten Sie sich vorstellen,
darin zu liegen und

sagen wir mal

Sex zu haben
–,
sagen wir mal

mit mir?“

Dem Thomas ist seine Mimik,
die bisher voller aufmerksamer Höflichkeit war,
beinahe aus seinem Gesicht gefallen,
sosehr hat ihn Nicoles Frage verblüfft.

Doch in Sekundenbruchteilen hatte er seine
Antwort für sich selbst mit eindeutigem
JA! beantwortet.

Doch schaute er sich Nicole nochmals
genauer an,
bevor er antwortete: „Madame,
ich bin hier als Museumsführer angestellt,
und wie sollte das… ähm…
und während
der offiziellen Führungszeiten schon gar nicht…
ähm… naja… äh… wie stellen Sie
sich
das
denn überhaupt vor

Madame…?“

Nicole,
die einen Schritt näher auf Thomas
zu ging
und ganz dicht vor seiner stattlichen
Statur stand,
faßte mit ihrer Rechten völlig lässig
in seinen Schritt,
während Sie sagte: „Oh,
da gäbe es sicher Mittel und Wege,
die Du wohl besser beurteilen kannst,
als ich,
oder?“

Wow

was für eine Frau!

So dachte Thomas,
während er in seiner Hose einen
Steifen kriegte,
angesichts Nicoles professionellem Griffs.

Nun denn,
Thomas fand tatsächlich Mittel und Wege.

Allerdings machte er sich Gedanken.

Was Nicole wohl für eine…

Aber dann dachte er auch schon an
die Möglichkeit,
sich mit dieser Dame sexuell zu vergnügen
und verstummte innerlich.

Der von Thomas angesetzte Tag darauf,
Treffpunkt vor dem Hauptportal von Schloß Linderhof,
Uhrzeit Punkt 20,
da es dann schon dunkel ist
–,
war gekommen.

Nicole war nur um 3 Minuten
zu spät
und Thomas hatte schon wieder Gedanken,
aber als er Nicole ansichtig wurde,
in ihrem glamourösen Outfit,
in diesem sündigen kurzen Rock
und diesen Speerspitzigen Hochhackigen,
da wurde ihm wieder warm ums Herz.

Thomas schloß verstohlen
die Pforte zum gedachten Paradies auf,
und schritt mit Nicole
und einer Taschenlampe in
der Hand schnurstracks in Richtung Schlafgemach
des Königs Ludwig,
die dunklen Gänge entlang.

Dort angekommen,
flüsterte Thomas,
den Raum hätte er sicherheitshalber nur
mit diesem Kerzenleuchter mit den vier
brennenden Kerzen ausgestattet,
denn mehr Licht dürfe es nicht geben.

Ok,
sagte Nicole,
schlüpfte aus ihren Kleidern
und lag binnen einer Minute nackt,
nur mit langen schwarzen Nylonstrümpfen bekleidet,
im Bett von König Ludwig dem
Zweiten von Bayern.

Sie streckte ihre Arme nach Thomas aus,
er möge ein gleiches tun,
sich ausziehen
und sich zu ihr ins Bett legen.

Doch
als Thomas schließlich nackt vor dem
Bett stand
und zu zögern schien,
fragte in Nicole: „Hast Du etwa
gedacht ich bin eine billige Nutte?“


„Oh nein,
keineswegs… aber…“


„Richtig,
ich bin nämlich eine teure!

Aber für Dich
und dafür
daß wir es im Bett von
König Ludwig treiben können,
mache ich es für umsonst!“


Das war too much für Thomas.

Er schaute sich Nicole nun nochmals an.

Er kam ihr ganz nah,
berührte sie,
beroch sie

und entschied für sich,
daß es der Mühe doch lohne,
sich dieses erotische Abenteuer nicht entgehen
zu lassen.

Und siehe
–,
beide hatten ihren erotischen Spaß,
beide erreichten ihren Höhepunkt in König
Ludwigs Bett.

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