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Erinnerungen an den zweiten Corona-Urlaub

Sandro Mohn

Es ging ins zweite Corona-Jahr
und es stand natürlich die Frage am Raum,
wohin fahre wir in den Urlaub.

Meine damalige Freundin und ich
hatten keine Lust in Deutschland
die Zeit zu verbringen bringen.

Uns störte der permanente Maskenzwang
auch im Sommer,
während in anderen Länder
bei weitem nicht so restriktiv gelebt wurde.

Wir hatten keine Lust,
mit dem Flugzeug irgendwo hinzufliegen
und uns auf dem Flughafen
die Teststäbchen ins Gehirn bohren zu lassen.

Was tun?

Schließlich wollten wir ja gerne
in den warmen Süden.

Dann erhielt meine Freundin den Tipp,
dass Kroatien absolut entspannt sein soll.

Kaum Corona-Stress und man wird an der Grenze nicht kontrolliert.

Also keine Tests oder Impf-Nachweise.

Das hörte sich gut an.

Aber Kroatien liegt nicht um die Ecke.

Was hältst Du davon,
wenn wir mit dem Motorroller
nach Kroatien fahren?

Split soll wunderschön sein,
es liegt am Mittelmeer
und mit dem Palast von Diokletian
haben wir auch gleich Kultur-Programm.

Meine Freundin und ich
waren begeisterte Besucher
von Burgen, Schlösser und Palästen.

Mein damaliger Motorroller
war ein Großroller
mit 40 PS und 400 ccm
und einer bequemen Sitzbank.

;Meine Freundin war sofort Feuer und Flamme.

Ich plante die Fahrt nach Split
über drei Tage auf der Hinfahrt,
fünf Tage Aufenthalt
und drei Tage für die Heimreise.

Als Unterkunft hatten wir uns
eine kleine Wohnung
mit obligatorischen Grillplatz,
einem beheiztem Whirlpool
und einer Sauna ausgesucht.

In Deutschland hatten die Saunen geschlossen
zu jener Zeit
und wir wollten endlich mal wieder saunieren.

Ich besorgte mir beim ADAC noch eine Mitgliedschaft
mit Auslandversicherung,
was später noch Gold wert war
und der Kater zu Hause bekam eine Pflegemama
für die Zeit.

Ich staune heute noch,
was wir mit dem Gepäckträger
und den beiden Seitentaschen
und dem Stauraum unter dem Sitz
alles mitnehmen konnten.

Allein die Sachen meiner Freundin
nahmen mehr als die Hälfte des Platzes ein.

Meine Habseligkeiten konnte ich
irgendwo dazwischenquetschen.

Jeder Tagesabschnitt betrug ungefähr
500 km Fahrt.

Und so starteten wir
an einem Montag um 10 Uhr
zu unserer großen Tour
bei strahlendem Wetter.

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