Sehen

Es war

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Treu in Gedanken sich treiben lassen
Wie das ist, die Schönheiten dessen die waren
So nah, wie einen Apfel den man gerade ißt
Sich herbeizurufen, als wäre es jetzt wieder, gerade
Ein schönes Augenpaar, Fragen offen lassend
Nichtwissend um den Stand des Herzens das so nah
Pocht, lautlos und dennoch spricht, leise
So wie die sanften Hände reden, von weiten Wünschen
Tiefe Blicke in Disteln, große Weiten offen, dunkel
Getrennt, wie formbar, das, was doch zu sein scheint
In der Vorstellung - und doch ist es - wie offenbar
Mehr als das - eine eigene Wirklichkeit, die ist
Hin-und-Her-Emotionen ohne klare Antwort
Auf Fragen, die schwirren, in Raum und Hirn
Es ist wie Musik, die man hört, die schön
Und unaufhaltsam sich festsetzt
Selbst wenn sie nicht mehr hörbar fürs Ohr
Doch für andere Sinne noch erreichbar sich zeigt
Offen für das was ist und bleibt und wird
Die Schönheiten deren man gedenkt bleiben
Verwahrt, wie etwas, das man nicht hergibt

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