Sehen
Eva
Eva geht aus dem Haus,
durch das Gartentor in Richtung Wald.
Sie möchte allein sein.
Allein in der Natur.
Sie ist sehr naturverbunden
und dazu hatte sie vor einigen
Jahren zusammen mit ihrem Mann dieses
Haus,
direkt am Waldrand,
erworben.
Hier fühlt sie sich wohl.
Mit ihren 42 Jahren hat sie
noch so manche Ziele
und Wünsche für ihr Leben
–,
und
das Alleinsein gehört von Zeit zu
Zeit einfach dazu.
Dabei kann sie gut zu sich
selbst kommen,
da kann sie sehr gut nachdenken
–
über die Welt,
über ihr Leben,
über sich selbst.
Und jetzt geht sie schon ein
Stück den Feldweg entlang
–
direkt auf den Wald zu.
Es ist ein Mischwald.
Hier stehen alte Buchen,
Eichen,
Birken,
Eschen,
aber auch Nadelbäume wie Fichten,
Kiefern und Lärchen.
Das nächste Dorf ist über 10
Kilometer entfernt
und auf ihren Wanderungen
die sie allein unternimmt,
trifft sie nie auf andere Menschen.
Es ist ein heißer Sonnentag im Juli
und
die Luft im Wald ist angenehm
und nur mäßig warm.
Von Zeit zu Zeit kommt eine
kleine Lichtung zum Vorschein,
in
der
die Sonne ihre ganze warme Kraft ausstrahlt.
Dann bleibt Eva jedesmal minutenlang stehen
und genießt diese außergewöhnliche helle Wärme.
Wie es wohl sein muß,
hier in der Lichtung,
hier in der Sonne,
nackt zu stehen
–
oder im Gras zu liegen?
Dieser Gedanke springt wie ein Funke
aus ihrem Gehirn
und verschafft sich Geltung,
die zur sofortigen Umsetzung auffordert.
Ja,
warum auch nicht?
–;
und ich kann mir
das hinreißend schön vorstellen!
Eva zieht sich
das leichte Sommerkleid über den Kopf,
und entledigt sich auch ihrer Unterwäsche
und
der Sandalen.
So steht sie nackt in
der Lichtung
und spürt mit geschlossenen Augen
die wärmenden Sonnenstrahlen.
Welch ein wunderbares Gefühl.
Sie öffnet wieder
die Augen
und schaut sich um.
Nur die Natur ist Zuschauerin.
Die Bäume,
die Sträucher,
das Gras,
der Waldboden,
die Vögel
und einiges anderes was
die Natur hervorbringt.
Es ist so phantastisch dieses Gefühl
der Nacktheit in
der Natur
–,
dabei allein zu sein
und für sich allein dies zu spüren.
Sie legt sich ins hohe Gras
auf den Rücken.
Schaut in den blauen Himmel
und
die wenigen weißen Wolken
–,
breitet ihre Beine ein wenig aus
und auch
die Arme,
rechts und links,
ein gutes Stück von ihrem Oberkörper entfernt.
Sie atmet tief,
schließt die Augen und fühlt tief.
Minutenlang.
Dann öffnet sie wieder
die Augen
und beginnt,
ihren Körper zu streicheln.
Ihren Bauch,
ihre Oberschenkel,
ihre Arme,
ihre Brüste
–;
ihren Hals und ihr Gesicht.
Dann schließt sie nochmals ihre Augen
und beginnt sich selbst zu befriedigen.
Sie spreizt leicht ihre Beine
die sie etwas aufstellt
und findet mit den Fingern ihrer
rechten Hand
das Zentrum ihrer Lust.
Es geht ganz leicht.
Es dauert nicht lange bis sie
zum Höhepunkt gelangt.
Dann liegt sie noch eine geraume
Zeit mit geöffneten Augen weiterhin auf
dem Rücken
–,
schaut wieder in den Himmel,
spürt nach
und genießt den Duft des Waldes
–,
und die Naturlaute.
Das Zwitschern der Vögel,
das Rascheln der Bäume und anderes.
Dann steht sie nach einiger Zeit auf
und geht weiter in den Wald,
genießt ihn noch eine ganze Weile,
bis sie schließlich wieder zurückgeht,
zu ihrem Haus.